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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
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512
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512 Elementarlehre. H. Th. II. Abth. II. Buch. 3. Hauptst.

etwas anzunehmen, noch nicht genug, daß keine positive Hindernißdawider ist, und es kann uns nicht erlaubt sein, Gedankenwcscn,welche alle unsere Begriffe übersteigen, obgleich keinem widersprechen,auf den blosen Credit der ihr Geschäft gern vollendenden spcculativenVernunft, als wirkliche und bestimmte Gegenstände einzuführen.Also sollen sie an sich selbst nicht angenommen werden, sondern nurihre Realität, als eines Schema des regulativen Princips der syste-matischen Einheit aller Naturcrkenntniß gelten, mithin sollen sienur als Analoga von wirklichen Dingen, aber nicht als solche ansich selbst zum Grunde gelegt werden. Wir heben von dem Gegen-stände der Idee die Bedingungen auf, welche unseren Vcrstandes-bcgriff einschränken, die aber es auch allein möglich machen, daßwir von irgend einem Dinge einen bestimmten Begriff haben können.Und nun denken wir uns ein Etwas, wovon wir, was es an sichselbst sei, gar keinen Begriff haben, aber wovon wir uns doch einVcrhältniß zu dem Inbegriffe der Erscheinungen denken, das dem-jenigen analogisch ist, welches die Erscheinungen unter einander haben.

Wenn wir demnach solche idealische Wesen annchmen, so er-weitern wir eigentlich nicht unsere Erkenntniß über die Objecte mög-licher Erfahrung, sondern nur die empirische Einheit der letzteren,durch die systematische Einheit, wozu uns die Idee das Schemagibt, welche mithin nicht als konstitutives, sondern blos als regu-latives Princip gilt. Denn daß wir ein der Idee correspondirendesDing, ein Etwas oder wirkliches Wesen setzen, dadurch ist nichtgesagt, wir wollten unsere Erkenntniß der Dinge mit transscenden-talen Begriffen erweitern; denn dieses Wesen wird nur in derIdee und nicht an sich selbst zum Grunde gelegt, mithin nur umdie systematische Einheit auszudrücken, die uns zur Richtschnur desempirischen Gebrauchs der Vernunft dienen soll, ohne doch etwasdarüber auszumachen, was der Grund dieser Einheit oder die innereEigenschaft eines solchen Wesens sei, auf welchem als Ursachesie beruhe.

So ist der transscendentale und einzige bestimmte Begriff, denuns die blos speculative Vernunft von Gott gibt, im genauesten