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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
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506
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50t> Etementarlchre. II. Th. >1. Ablh. II. Buch. 3. Hauplst.

Mannigfaltige der Erscheinungen durch Begriffe verknüpft und unterempirische Gesetze bringt. Die Verstandeshandlungen aber ohneSchcmate der Sinnlichkeit sind unbestimmt; eben so ist die Ner-nunfteinhcit auch in Ansehung der Bedingungen, unter denen,und des Grades, wie weit der Verstand seine Begriffe systematischverbinden soll, an sich selbst unbestimmt. Allein obgleich für diedurchgängige systematische Einheit aller Vcrstandesbegriffe kein Schemain der Anschauung ausfindig gemacht werden kann, so kann undmuß doch ein Analogon eines solchen Schema gegeben werden,welches die Idee des Maximum der Abtheilung und der Vereini-gung der 'Vcrstandeserkenntniß in einem Princip ist. Denn dasGrößestc und absolut Vollständige läßt sich bestimmt gedenken, weilalle restringirende Bedingungen, welche unbestimmte Mannigfaltig-keit geben, wcggclassen werden. Also ist die Idee der Vernunftein Analogon von einem Schema der Sinnlichkeit, aber mit demUnterschiede, daß die Anwendung der Verstandesbegriffe auf dasSchema der Vernunft nicht eben so eine Erkenntniß des Gegen-standes selbst ist, (wie bei der Anwendung der Kategorien auf ihresinnliche Schcmate,) sondern nur eine Regel oder Princip der syste-matischen Einheit alles Vcrstandesgcbrauchs. Da nun jeder Grund-satz, der dem Verstände durchgängige Einheit seines Gebrauchs »priori fcsisctzt, auch, obzwar nur indirekt, von dem Gegenstände derErfahrung gilt, so werden die Grundsätze der reinen Vernunft auchin Ansehung dieses letzteren objective Realität haben, allein nichtum etwas an ihnen zu bestimmen, sondern nur um das Verfah-ren anzuzeigen, nach welchem der empirische und bestimmte Erfah-rungsgcbrauch des Verstandes mit sich selbst durchgängig und zu-sammensiimmend werden kann, dadurch, daß er mit dem Principder durchgängigen Einheit, so viel als möglich, in Zusammen-hang gebracht und davon abgeleitet wird.

Ich nenne alle subjektive Grundsätze, die nicht von der Beschaf-fenheit des Objects, sondern dem Interesse der Vernunft in Anse-hung einer gewissen möglichen Vollkommenheit der Erkenntniß diesesObjects hergenommen sind, Maximen der Vernunft. So gibt es