324 Elementarlehre. II. Th. II- Abth. II. Buch. 1. Hauplst.
So verschwindet denn ein über die Grenzen möglicher EMrung hinaus versuchtes und doch zum höchsten Interesse der McnschhHgehöriges Erkcnntniß, so weit es der speculativen Philosophie -dankt werden soll, in getauschte Erwartung; wobei gleichwohl djstStrenge der Kritik dadurch, daß sie zugleich die Unmöglichkeitvon einem Gegenstände der Erfahrung über die Erfahrungtzoizehinaus etwas dogmatisch auszumachcn, der Vernunft beiihrem Interesse den iyr nicht unwichtigen Dienst thut, sie eben setzwohl wider alle mögliche Behauptungen des Gegentheils in SichchiAzu stellen; welches nicht anders geschehen kann, als so, daß mHentweder seinen Satz apodiktisch beweiset, oder wenn dieses MAgelingt, die Quellen dieses Unvermögens aufsucht, welche, wem, sie, !in den nothwendigen Schranken unserer Vernunft liegen, alskiHjeden Gegner gerade demselben Gesetze der Entsagung aller Ansprücheauf dogmatische Behauptung unterwerfen müssen.
Gleichwohl wird hiedurch für die Befugniß, ja gar die NothwenHdigkeit der Annehmung eines künftigen Lebens, nach Grundsätzen deßmit dem speculativen verbundenen praktischen VernunstgebrauchSmU !das Mindeste verloren; denn der blos speculative Beweis hat aufdH !
müßte,) sondern ist mit ihm identisch. Er drückt eine unbestimmte enipinMAnschauung d. i. Wahrnehmung aus, (mithin beweiset er doch, daßEmpfindung, die folglich zur Sinnlichkeit gehört, diesem Existentialsatz zuHGrunde liege,) geht aber vor der Erfahrung vorher, die das Object derWchinehmung durch die Kategorie in Ansehung der Zeit bestimmen soll, und diiExistenz ist hier noch keine Kategorie, als welche nicht auf ein unbesii»!gegebenes Object, sondern nur ein solches, davon man einen Begriff hatmdwovon man wissen will, ob cs auch außer diesem Begriffe gesetzt sei«!»nicht, Beziehung hat. Eine unbestimmte Wahrnehmung bedeutet hierimetwas Reales, das gegeben worden, und zwar nur zum Denken überhaupt,also nicht als Erscheinung, auch nicht als Sache an sich selbst (Noume»1,sondern als Etwas, was in der That cxistirt, und 'in dem Satze: ich deck,als ei» solches bezeichnet wird. Denn es ist zu merken, daß> wenn ich duSatz: ich denke, einen empirischen Saß genannt habe, ich dadurch nichtMwill, das Ich in diesem Satze sei empirische Vorstellung; vielmehr ist sie m>intellektuell, weil sie zum Denken überhaupt gehört. Allein ohne irgend eilstempirische Vorstellung, die den Stoff zum Denken abgibt, würde der A«:Ich denke, doch nicht Statt finden, und das Empirische ist nur die Beding«»-der Anwendung oder des Gebrauchs des reinen intellcctuellcn Vermögens.