Von den Paralogismen der reinen Vernunft.
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„,-rden mag, gedacht werden kann. Im Untersatze aber ist nurdemselben die Rede, so fern es sich selbst, als Subject, nurMid auf das Denken und die Einheit des Bewußtseins, nichtaber zugleich in Beziehung auf die Anschauung, wodurch sie alsMet zum Denken gegeben wird, betrachtet. Also wird por soxliismnkxiirse ilictlniils, mithin durch einen Trugschluß die Conclusion
geschert').
Daß diese Auflösung des berühmten Arguments in einen Pa-gismus so ganz richtig sei, erhellt deutlich, wenn man dieallgemeine Anmerkung zur systematischen Vorstellung der Grund-sätze und den Abschnitt von den Noumenen hiebei Nachsehen will,da bewiesen worden, daß der Begriff eines Dinges, was für sichist als Subject, nicht aber als bloses Prädicat cxistiren kann,ch gar keine objcctive Realität bei sich führe, d. i. daß manMt wissen könne, ob ihm überall ein Gegenstand zukommen könne,indem man die Möglichkeit einer solchen Art zu existircn nicht einsieht,schlich daß es schlechterdings keine Erkenntniß abgcbe. Soll erunter der Benennung einer Substanz ein Object, das gegebenimdcn kann, anzcigen, soll er ein Erkenntniß werden, so muß einetcharrliche Anschauung, als die unentbehrliche Bedingung der ob-icn Realität eines Begriffs, nämlich das, wodurch allein derGegenstand gegeben wird, zum Grunde gelegt werden. Nun habenm aber in der inneren Anschauung gar nichts Beharrliches, denn
fl Das Denken wird in beiden Prämissen in ganz verschiedener Bedeu-tung gcnominc»; im Obersatze, wie es auf ein Object überhaupt, (mithinwie es in der Anschauung gegeben werden mag,) geht; im Untcrsaßc abernur, wie cs in der Beziehung aufs Selbstbewußtsein besteht, wobei also anM kein Object gedacht wird, sondern nur die Beziehung auf Sich als Sub-jekt (als die Form des Denkens) vorgcstcllt wird. Zm elfteren wird vonDingen geredet, die nicht anders als Subjecte gedacht werden können; im»weite» aber nicht von Dingen, sondern vom Denken, (indem man vonallem Objecte abstrahirt,) in welchem das Ich immer zum Subject des Be-wußtseins dient; daher im Schlußsätze nicht folgen kann: ich kann nicht andersals Subject cristiren, sondern nur: ich kann im Denken meiner Existenz michmir zum Subject des Urtheils brauchen, welches ei» identischer Saß ist, derschlechterdings nichts über die Art meines Daseins eröffnet.