2i)ü Elementarlehre, ll. Th. U. Abth. I. Buch.
Totalität der Bedingungen jederzeit selbst unbedingt ist, sokann einVcrnunftbegriff überhaupt durch den Begriff des Unbedingte», st ^er einen Grund der Synthesis des Bedingten enthält, erklärt werden
So viel Arten des Verhältnisses es nun gibt, die der Benstand vermittelst der Kategorien sich vorstellt, so vielerlei reinenunstbegriffe wird cs auch geben, und es wird also erstlich „j,Unbedingtes der kategorischen Synthesis in einem Substyzweitens der hypothetischen Synthesis der Glieder einer Reihedrittens der disjunctiven Synthesis der Thcile in einem S,)-.stem zu suchen sein.
Es gibt nämlich eben so viel Arten von Vernunstschlüssen,deren jede durch Prosyllogismen zum Unbedingten sorlschreitet, dieeine zum Subject, welches selbst nicht mehr Prädicat ist, die anderezur Voraussetzung, die nichts weiter voraussetzt, und die dritte z»einem Aggregat der Glieder der Eintheilung, zu welchen nichts wei-ter erforderlich ist, um die Eintheilung eines Begriffs zu vollenden.Daher sind die reinen Vernunftbcgriffe von der Totalität in derSynthesis der Bedingungen wenigstens als Aufgaben, um die Ein-heit des Verstandes wo möglich bis zum Unbedingten fortzusetzen,nothwendig und in der Natur der menschlichen Vernunft gegründet,cs mag auch übrigens diesen transscendcntalen Begriffen an einemihnen angemessenen Gebrauch in oonoreto fehlen, und sie mithinkeinen anderen Nutzen haben, als den Verstand in die Richtung zubringen, darin sein Gebrauch, indem er aufs äußerste erweitert, zu-gleich mit sich selbst durchgehcnds einstimmig gemacht wird.
Indem wir aber hier von der Totalität der Bedingungen unddem Unbedingten, als dem gemeinschaftlichen Titel aller Vcrnunst-begriffe reden, so stoßen wir wiederum aus einen Ausdruck, den wirnicht entbehren und gleichwohl, nach einer ihm durch langen Miß-brauch anhängenden Zweideutigkeit nicht sicher brauchen können.Das Wort absolut ist eines von den wenigen Wörtern, die inihrer uranfänglichcn Bedeutung einem Begriffe angemessen werden,welchem nach der Hand gar kein anderes Wort eben derselben Sprachegenau anpaßt und dessen Verlust, oder welches eben so viel ist,