I. Al'schn. Non den Ideen überhaupt.
293
minsmi scincr Art cvngruirc, (so wenig wie der Mensch mit derder Menschheit, die er sogar selbst als das Urbild seiner Hand-ln, in scincr Seele tragt;) daß gleichwohl jene Ideen im höchstenxcchmde einzeln, unveränderlich, durchgängig bestimmt und dieursprünglichen Ursachen der Dinge sind, und nur das Ganze ihrertrl'indung im Weltall einzig und allein jener Idee völlig adäquatsj. Wenn man das Ucbcrtriebcne des Ausdrucks absondcrt, so istdcr GeisieSschwung des Philosophen, von der copeilichen Betrachtungdb Physische der Weltordnung zu der architektonischen Verknüpfungdaselbcn nach Zwecken d. i. nach Ideen hinaufzustcigen, eine Be-mühung/ die Achtung und Nachfolge verdient; in Ansehung desje-(ibcr, was die Principien der Sittlichkeit, der Gesetzgebungder Religion betrifft, wo die Ideen die Erfahrung selbst (desgute») allererst möglich machen, obzwar niemals darin völlig aus-gktri'ickt werden können, ein ganz cigenthümliches Verdienst, welchesmm nur darum nicht erkennt, weil man es durch eben die empi-rischen Regeln bcurtheilt, deren Gültigkeit, als Principien, ebendurch sie hat aufgehoben werden sollen. Denn in Betracht deriatur gibt uns Erfahrung die Regel an die Hand und ist der Quellda Wahrheit; in Ansehung der sittlichen Gesetze aber ist ErfahrungWer!) die Mutter des Scheins, und cs ist höchst verwerflich, dieGesetze über das, was ich thun soll, von demjenigen herzunehmen»der dadurch cinschränken zu wollen, was gcthan wird.
. Statt aller dieser Betrachtungen, deren gehörige Ausführungin der That die cigenthümliche Würde der Philosophen ausmacht,beschäftigen wir uns jetzt mit einer nicht so glänzenden, aber dochMch nicht verdienstlosen Arbeit, nämlich den Boden zu jenen mast-en sittlichen Gebäuden eben und kaufest zu machen, in wcl-echem sich allerlei Maulwurfsgänge einer vergeblich, aber mit guter"verficht auf Schätze grabenden Vernunft vorsinden, und die jenesWauwerk unsicher machen. Der transsccndentale Gebrauch der reinenVernunft, ihre Principien und Ideen sind es also, welche genau zu, kennen uns jetzt obliegt, um den Einfluß der reinen Vernunft undbl» Werth derselben gehörig bestimmen und schätzen zu können.