I. Abschn- Von den Idem überhaupt.
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rs crsrcn Buchs der tranSsoendentakcn Dialektik
erster Abschnitt.
Von den Ideen überhaupt.
Bei dem großen Reichthum unserer Sprachen findet sich doch^ft der denkende Kopf wegen des Ausdrucks verlegen, der seinem^Begriffe genau anpaßt, und in dessen Ermangelung er weder Anderen,Ibioch sogar sich selbst recht verständlich werden kann. Neue Wörter>zu schmieden ist eine Anmaßung zum Gcsetzgcbcn in Sprachen, die^sellm gelingt, und ehe man zu diesem verzweifelten Mittel schreitet,, äst cs rathsam, sich in einer todtcn und gelehrten Sprache umzu-^silM, ob sich daselbst nicht dieser Begriff sammt seinem angemessenensAilsdrucke vorsinde, und wenn der alte Gebrauch desselben durchWchutsamkcit ihrer Urheber auch etwas schwankend geworden wäre,x-sa ist es doch besser, die Bedeutung, die ihm vorzüglich eigen war,»zu befestigen, (sollte cs auch zweifelhaft bleiben, ob man damalsMgeim eben dieselbe im Sinne gehabt habe,) als sein Geschäft nurMadurch zu verderben, daß man sich unverständlich macht.
Um deswillen, wepn sich etwa zu einem gewissen Begriffe nur einnziges Wort vorfande, das in schon cingeführter Bedeutung diesemkMzriffe genau aupaßt, dessen Unterscheidung von anderen verwandtenrBcgriffcn von großer Wichtigkeit ist, so ist cs rathsam, damit nichtverschwenderisch umzugchen oder cs blos zur Abwechselung, synonymischstatt anderer zu gebrauchen, sondern ihm seine eigenthümliche Be-deutung sorgfältig aufzubehaltcn; weil cs sonst lcichtlich geschieht,chiß, nachdem der Ausdruck die Aufmerksamkeit nicht besonders bc-t, sondern sich unter dem Haufen anderer von sehr abwci-ichcndcr Bedeutung verliert, auch der Gedanke verloren gehe, den^cr allein hätte aufbehalten können.
Plato bediente sich des Ausdrucks Idee so, daß man wohllicht, er habe darunter etwas verstanden, was nicht allein niemalsvon den Sinnen entlehnt wird, sondern welches sogar die Begriffedes Verstandes, mit denen sich Aristoteles beschäftigte, weit über-Ka,n s. W. ll. 19