262 Elementarlehre. Il> Th. l. Abth. II. Buck). Anhang.
stände der Sinne (nnmckus piineiiomenon) ausdehnte und der N-turerkenntniß dadurch keine geringe Erweiterung verschafft zu habestglaubte. Freilich, wenn ich einen Tropfen Wasser als einan sich selbst nach allen seinen inneren Bestimmungen kenne, soich keinen derselben von dem anderen für verschieden gelten lassen,wenn der ganze Begriff desselben mit ihm einerlei ist. Ist « ^Erscheinung im Raume, so hat er seinen Ort nicht blos im Amstände (unter Begriffen), sondern in der sinnlichen äußeren An-schauung (im Raume), und da sind die physischen Oerter in Anse-hung der inneren Bestimmungen der Dinge ganz gleichgültig, nndein Ort — l, kann ein Ding, welches einem anderen in dem Lite— » völlig ähnlich und gleich ist, eben sowohl aufnehmen, als «„cs von diesem noch so sehr innerlich verschieden wäre. Dieschicdcnheit der Oerter macht die Vielheit und Unterscheidung duGegenstände als Erscheinungen, ohne weitere Bedingungen, schmfür sich nicht allein möglich, sondern auch nothwcndig. Also istjenes scheinbare Gesetz kein Gesetz der Natur. Es ist lediglich eineanalytische Regel der Vergleichung der Dinge durch die blvsenBegriffe.
Zweitens, der Grundsatz: daß Realitäten (als blose Beja-hungen) einander niemals logisch widerstreiten, ist ein ganz wahrerSatz von dem Verhältnisse der Begriffe, bedeutet aber weder inAnsehung der Natur, noch überall in Ansehung irgend eines Dingesan sich selbst, (von diesem haben wir keinen Begriff,) das Mindeste.Denn der reale Widerstreit findet allerwärts Statt, wo t^ —L-üist, d. i. wo eine Realität mit der anderen, in einem Subject ver-bunden, eine die Wirkung der anderen aufhebt, welches alle Hinder-nisse und Gegenwirkungen in der Natur unaufhörlich vor Angl»legen, die gleichwohl, da sic auf Kräften beruhen, realitstes xl>»e-nomena genannt werden müssen. Die allgemeine Mechanik kamsogar die empirische Bedingung dieses Widerstreits in einer Regels priori angeben, indem sie auf die Entgegensetzung der Richtungensieht; eine Bedingung, von welcher der transscendentale WegriffderRealität gar nichts weiß. Obzwar Herr von Leibnitz diesen Satz