256 Elementarlehre. U Th. I. Abrh. II. Buch. Anhang.
dentale Reflexion aber, (welche auf die Gegenstände selbst geh,^enthält den Grund der Möglichkeit der objcctiven Comparation ^Vorstellungen unter einander, und ist also von der letzteren gar sth>verschieden, weil die Erkenntnißkrast, dazu sie gehören, nichts,dieselbe ist. Diese transscendcntale Ucberlegung ist eine Pflicht, p»,der sich Niemand lossagcn kann, wenn er -» priori etwas einDinge urtheilen will. Wir wollen sie jetzt zur Hand nehmen, mwerden daraus für die Bestimmung des eigentlichen Geschäfts lezVerstandes nicht wenig Licht ziehen.
1. Eincrlciheit und Verschiedenheit. Wenn uns ei»!Gegenstand mehrmalen, jedesmal aber mit eben denselben innmBestimmungen (ipralitns et kjus»tits8) dargestellt wird, so ist hmselbe, wenn er als Gegenstand des reinen Verstandes gilt, imimrebe»derselbe, und nicht viele, sondern nur Ein Ding (numerics iilemitasisist er aber Erscheinung, so kommt es auf die Vergleichung der Bk-griffe gar nicht an, sondern so sehr auch in Ansehung derselbe»Alles einerlei sein mag, ist doch die Verschiedenheit der Lertcr die-ser Erscheinung zu gleicher Zeit ein genügsamer Grund dn numerischen Verschiedenheit des Gegenstandes (der Sinne) selbstSo kann man bei zwei Tropfen Wasser von aller inneren Verschie-denheit (der Qualität und Quantität) völlig abstrahiren, und es istgenug, daß sie in verschiedenen Oertern zugleich angeschaut werde»,um sie für numerisch verschieden zu halten. Leibnitz nahm dieErscheinungen als Dinge an sich selbst, mithin für intellizilLd. i. Gegenstände des reinen Verstandes, (ob er gleich, wegen daVerworrenheit ihrer Vorstellungen, dieselben mit dem Namen daPhänomene belegte;) und da konnte sein Satz des Nichtzuuntn-scheidenden (prineipium iclentitstis inäisoernibilium) allerdingsnicht bestritten werden; da sie aber Gegenstände der Sinnlichkeitsind und der Verstand in Ansehung ihrer nicht von reinem, sonder»blos empirischem Gebrauche ist, so wird die Vielheit und numerischeVerschiedenheit schon durch den Raum selbst, als die Bedingungder äußeren Erscheinungen, angegeben. Denn ein Thcil des Raums,ob er zwar einem anderen völlig ähnlich und gleich sein mag, ist