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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
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141
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2 . Abschn. Transsc. Deducti'on d. reinen VerstandeSbcgriffe. 141

Einheit der Appcrception und war dadurch der Grund der Mög-lichkeit der Erkenntlich a priori, so fern sie auf dem Verständeberuht und mithin nicht allein transsccndcntal, sondern auch blosrem intcllcctucll. Weil in uns aber eine gewisse Form der sinnlichenAnschauung -r priori zum Grunde liegt, welche auf der Receptivitätder Borstcllungsfähigkeit (Sinnlichkeit) beruht, so kann der Verstand,als Spontaneität, den inneren Sinn durch das Mannigfaltige gc-' geheim Vorstellungen der synthetischen Einheit der Appcrceptiongemäß bestimmen und so synthetische Einheit der Appcrception desMannigfaltigen der sinnlichen Anschauung a priori denken,als die Bedingung, unter welcher alle Gegenstände unserer (dermenschlichen) Anschauung notwendiger Weise.,.stehen müssen; dadurchdmn die Kategorien, als blose Gedankenformen, objcctive Realitätd. i. Anwendung auf Gegenstände, die uns in der Anschauunggegeben werden können, aber nur als Erscheinungen bekommen; dennnur von diesen sind wir der Anschauung -r priori fähig.

Diese Synthesis des Mannigfaltigen der sinnlichen Anschauung,die L priori möglich und notwendig ist, kann figürlich (szm-lliesis speciosir) genannt werden, zum Unterschiede von derjenigen,welche in Ansehung des Mannigfaltigen einer Anschauung überhauptin der bloscn Kategorie gedacht würde und VerstandesvcrbindungssMbesis iutvllectunlis) heißt; beide sind transsccndcntal, nichtblos weil sie selbst -r priori Vorgehen, sondern auch die Möglichkeitanderer Erkenntnis; n priori gründen.

Allein die figürliche Synthesis, wenn sie blos auf die ursprüng-lich synthetische Einheit der Appcrception d. i. diese transscendentaleEinheit geht, welche in den Kategorien gedacht wird, muß, zumUnterschiede von der blos intellectucllen Verbindung, die trans-sccndcntalc Synthesis der Einbildungskraft heißen. Ein-bildungskraft ist das Vermögen, einen Gegenstand auch ohnedessen Gegenwart in der Anschauung vorzustellen. Da nun alleunsere Anschauung sinnlich ist, so gehört die Einbildungskraft, dersubjektiven Bedingung wegen, unter der sie allein den Vcrstandes-bcgriffen eine corrcspondirendc Anschauung geben kann, zur Sinn-