140 Elementarlchre. H. Th. I. Ablh. 1. Buch. 2. Hauptst.
Realität, weil wir keine Anschauung zur Hand haben, auf welchedie synthetische Einheit der Apperception, die jene allein enthalt!»angewandt werden und sie so einen Gegenstand bestimmen könnt!»Unsere sinnliche und empirische Anschauung kann ihnen MSinn und Bedeutung verschaffen.
Nimmt man also ein Object einer nicht-sinnlichen Anschauungals gegeben an, so kann man es freilich durch alle die Prädiimvorstcllen, die schon in der Voraussetzung liegen, daß ihm nichtszur sinnlichen Anschauung Gehöriges zukomme; als«daß es nicht ausgedehnt oder im Raume sei, daß die Dauer dchl-ben keine Zeit sei, daß in ihm keine Veränderung (Folge der Bostimmungcn in der Zeit) angetroffen werde u. s. w. Allein daZ istdoch kein eigentliches Erkenntniß, wenn ich blos anzeigc, wie dieAnschauung des Objects nicht sei, ohne sagen zu können, wai-uiihr denn enthalten sei; denn alsdenn habe ich gar nicht die Mög-lichkeit eines Objects zu meinem reinen Verstandesbegriff vorgcslcllt,weil ich keine Anschauung habe geben können, die ihm corrchonditte,sondern nur sagen konnte, daß die unsrige nicht für ihn gelte. Andas Vornehmste ist hier, daß auf ein solches Etwas auch nicht ein-mal eine einzige Kategorie angewandt werden könnte, z. B. daBegriff einer Substanz d. i. von Etwas, das als Subject, nie-mals aber als bloscs Prädicat cxistircn könne, wovon ich gar nichtweiß, ob cs irgend ein Ding geben könne, das dieser Gedankenbc-stimmung correspondirte, wenn nicht empirische Anschauung mir denFall der Anwendung gäbe. Doch mehr hievon in der Folge.
§. 24 .
Van dcr Anwendung der Kategorien auf Gegenstände der Sinne überhaupt
Die reinen Vcrstandcsbcgriffe beziehen sich durch den bloseii ^Verstand auf Gegenstände der Anschauung überhaupt, unbestimmtob sie die unsrige oder irgend eine andere, doch sinnliche, sei, Daber eben darum blose Gedankenformcn, wodurch noch kembestimmter Gegenstand erkannt wird. Die Synthesis oder M- ^bindung des Mannigfaltigen in denselben bezog sich blos auf die