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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
Entstehung
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137
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-I. Abschn. Transsc. Deduction d. reinen Berstandcsbegriffc. 137

also an, daß das empirische Bewußtsein eines gegebenen Mannig-faltigen eine» Anschauung eben sowohl unter einem reinen Selbstbe-wußtsein -r i'iioii, wie empirische Anschauung unter einer reinensinnlichen, die gleichfalls s priori Statt hat, stehe. Im obi-gm Satze ist also der Anfang einer Deduction der reinen Ver-smdcsbegriffe gemacht, in welcher ich, da die Kategorien unab-hängig von Sinnlichkeit blos im Verstände entspringen, nochvon der Art, wie das Mannigfaltige zu einer empirischen Anschauunggegeben werde, abstrahiren muß, um nur auf die Einheit, die indie Anschauung vermittelst der Kategorie durch den Verstand hinzu-koinint, zu sehen. In der Folge (Z. 26) wird aus der Art, wiein der Sinnlichkeit die empirische Anschauung gegeben wird, gezeigtwerden, daß die Einheit derselben keine andere sei, als welche dieKategorie nach dem vorigen tz. 20 dem Mannigfaltigen einer gege-benen Anschauung überhaupt vorschreibt, und dadurch also, daßihre Gültigkeit a priori in Ansehung aller Gegenstände unsererSinne erklärt wird, die Absicht der Deduction allererst völlig er-reicht werden.

Allein von einem Stücke konnte ich im obigen Beweise doch nichtabstrahiren, nämlich davon, daß das Mannigfaltige für die An-schauung noch vor der Synthesis des Verstandes und unabhängigvon ihr gegeben sein müsse; wie aber, bleibt hier unbestimmt. Dennwollte ich mir einen Verstand denken, der selbst anschautc, (wieetwa einen göttlichen, der nicht gegebene Gegenstände sich verstellte,sondern durch dessen Vorstellung die Gegenstände selbst zugleich ge-geben oder hervorgebracht würden,) so würden die Kategorien inAnsehung eines solchen Erkenntnisses gar keine Bedeutung haben.Sie sind nur Regeln für einen Verstand, dessen ganzes Vermögenini Denken besteht d. i. in der Handlu-rg, die Synthesis des Man-nigfaltigen, welches ihm anderweitig in der Anschauung gegebenworden, zur Einheit der Apperception zu bringen, der also für sich

thesls des mannigfaltige» zu einer Anschauung Gegebenen in sich schlicht undschon die Beziehung dieses letzteren auf Einheit der Apperception enthalt.