134 Elcmentarlehre. H. Th. 1- Abth. 1. Buch. 2. Haupist,
tz. 18.
Was objcctive Einheit des Sclbstbewnßtseins sei.
Die transscendentale Einheit der Apperceptwn istjenigc, durch welche alles in einer Anschauung gegebene Mamu'Ajtige in einen Begriff vom Object vereinigt wird. Sie heißt da«;objcctiv, und muß von der subjcctiven Einheit des BenH-seins unterschieden werden, die eine Bestimmung des innen»Sinnes ist, dadurch jenes Mannigfaltige der Anschauung zu«solchen Verbindung empirisch gegeben wird. Ob ich mir des Man-nigfaltigen als zugleich oder nach einander empirisch bewußt seinkönne, kommt auf Umstände oder empirische Bedingungen an. Daheedie empirische Einheit des Bewußtseins, durch Association der Ver-stellungen, selbst eine Erscheinung betrifft und ganz zufällig ist.Dagegen steht die reine Form der Anschauung in der Zeit, blos alsAnschauung überhaupt, die ein gegebenes Mannigfaltiges enthalt,unter der ursprünglichen Einheit des Bewußtseins, lediglich durch dienothwendige Beziehung des Mannigfaltigen der Anschauung zumEinen: Ich denke; also durch die reine Synthesis des Verstandes,welche kl priori der empirischen zum Grunde liegt. Jene Einheitist allein objcctiv gültig; die empirische Einheit der Apperccption,die wir hier nicht erwägen und die auch nur von der ersteren, untergegebenen Bedingungen in concreto, abgeleitet ist, hat nur subjektiveGültigkeit. Einer verbindet die Vorstellung eines gewissen Wortsmit einer Sache, die andere mit einer anderen Sache; und die Ein-heit des Bewußtseins in dem, was empirisch ist, ist in Ansehungdessen, was gegeben ist, nicht nothwendig und allgemein geltend.
tz. 19.
Die logische Form aller Ilrthcile besteht in der objectiven Einheit derApperccptio» der darin enthaltenen Begriffe.
Ich habe mich niemals durch die Erklärung, welche die Logikervon einem Urtheile überhaupt geben, befriedigen können; es ist, wirsie sagen, die Vorstellung eines Verhältnisses zwischen zwei Begnf- >fen. Ohne nun hier über das Fehlerhafte der Erklärung, daß stk