132 Elcmentarlchre. >l Th. > Abth. 1. Buch. 2. Hauptsi.
Einheit der Apperccption stehe*). Unter dem crstcren stehcnmannigfaltigen Vorstellungen der Anschauungen, so fern sie uns g^den werden, unter dem zweiten, so fern sie in einem Bewußtstmüssen verbunden werden können; denn ohne das kann nichts dadui^gedacht oder erkannt werden, weil die gegebenen Vorstellungen dchActus der Apperccption: Ich denke, nicht gemein haben und daburchjnicht in einem Selbstbewußtstem zusammengefaßt sein würden.
Verstand ist, allgemein zu reden, das Vermögen der Er->kenntnisse. Diese bestehen in der bestimmten Beziehung grgeh-incr Vorstellungen auf ein Object. Object aber ist das, in chjenBegriff das Mannigfaltige einer gegebenen Anschauung vereinigt ist.Nun erfordert aber alle Vereinigung der Vorstellungen Einheit de«Bewußtseins in der Synthesis derselben. Folglich ist die Einheitdes Bewußtseins dasjenige, was allein die Beziehung dcr Verstehlungcn auf einen Gegenstand, mithin ihre objective Gültigkeit, sch Ilich, daß sie Erkenntnisse werden, ausmacht und worauf also selbstdie Möglichkeit des Verstandes beruht.
Das erste reine Verstandeserkenntniß also, worauf sein ganzerübriger Gebrauch sich gründet, welches auch zugleich von allen Be-dingungen dcr sinnlichen Anschauung ganz unabhängig ist, ist nundcr Grundsatz der ursprünglichen synthetischen Einheit der AM-ception. So ist die blose Form der äußeren sinnlichen Anschauung,der Raum, noch gar keine Erkcnntniß; er gibt nur das Mannig-faltige der Anschauung a priori zu einem möglichen Erkenntnis.Um aber irgend etwas im Raume zu erkennen, z. B. eine Linie,muß ich sie ziehen und also eine bestimmte Verbindung des gege-benen Mannigfaltigen synthetisch zu Stande bringen, so daß die ^
*) Dcr Raum und die Zeit und alle Thcilc derselben sind Anschauun-gen, mithin einzelne Vorstellungen mit dem Mannigfaltige», das sic >» sch ^enthalten, (siehe die transsc. Aesthctik,) mithin nicht blose Begriffe, durch diceben dasselbe Bewußtsein, als in vielen Vorstellungen, sondern viele BorsnI-lungen als in einer und deren Bewußtsein enthalten, mithin als zusanum-geseßt, folglich die Einheit des Bewußtseins, als synthetisch, aber dochursprünglich angctroffen wird. Die Einzelheit desselben ist wichtig in daAnwendung (siehe H. 25 ).