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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
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13« Elementarlehrt. II- Th. I. Abth. I. Buch. 2. Hauptst.

nicht, daß ich jede Vorstellung mit Bewußtsein begleite, sondern daßich eine zu der anderen hinzusetze und mir der Synthesis derselbe»bewußt bin. Also nur dadurch, daß ich rin Mannigfalliges gege-bener Vorstellungen in einem Bewußtsein verbinden kann, istezmöglich, daß ich mir die Identität des Bewußtseins in die-sen Vorstellungen selbst vorstelle d. i. die analytische Einheit derApperception ist nur unter der Voraussetzung irgend einer syntheti-schen möglich*). Der Gedanke: diese in der Anschauung gegebeneVorstellungen gehören mir insgcsammt zu, heißt demnach st M,als: ich vereinige sie in einem Sclbstbcwußtsein oder kanü sie wenig-stens darin vereinigen, und ob er gleich selbst noch nicht das Bewußt-sein der Synthesis der Vorstellungen ist, so setzt er doch dieMg-lichkeit irer'letzteren voraus, d. i. nur dadurch, daß ich das Mannig-saltige"derselbcn in einem Bewußtsein begreifen kann, nenne ich die-selbe ins'gesammt meine Vorstellungen; denn sonst würde ich einstviehfäkbMs verschiedenes Selbst haben, als ich Vorstellungen habe,deren ich mir bewußt bin. Synthetische Einheit des Mannigfaltigender Anschauungen, als n priori gegeben, ist also der Grund derIdentität der Apperception selbst, die n priori allem meinem bestimm-ten Denken vörhergeht. Verbindung liegt aber nicht in den Gegen-ständen und'kann von ihnen nicht etwa durch Wahrnehmung ent-lehnt und in den Verstand dadurch allererst ausgenommen werden,

*) Die analytische Einheit des Bewußtseins hängt allen gemeinsamenBegriffen, als solchen, an, z. B, wenn ich mir roth überhaupt denke, st Meich mir dadurch'eine Beschaffenheit vor, die (als Merkmal) irgend woran an-gctrosfe» oder-mit anderen Vorstellungen verbunden sein kann; also nur ver-möge einer vorausgedachtcn möglichen synthetischen Einheit kann ich mir dieanalytische vorsteilen. Eine Vorstellung, die als Verschiedenen gemeingedacht werden soll, wird als zu solchen gehörig angesehen, die außer ihr »ochetwas Verschiedenes an sich haben, folglich muß sic in synthetischer Ein-heit mit anderen (wenn gleich nur möglichen Vorstellungen) vorher gedachtwerden, ehe ich die analytische Einheit des Bewußtseins, welche sie zum co>>-ceptus communis macht, an ihr denken kann. Und so ist die synthetische Ein-heit der Apperception der höchste Psuict, an dem man alle» Versrandesge-brauch, selbst die ganze Logik und, nach ihr, die Lransscendcntal-MosoWHöften'muß, ja dieses- Vermögen ist der Verstand selbst.