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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
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128
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128 Elementarlehre. II. Th. 1. Abth. 1. Buch. 2. HauM.

nichts als im Objecte verbunden vorstellen können, ohne es voch,selbst verbunden zu haben und unter allen Vorstellungen die Ver-bindung die einzige ist, die nicht durch Objecte gegeben, sonder»nur vom Subjecte selbst verrichtet werden kann, weil sie eiri Achzseiner Selbstthatigkeit ist. Man wird hier leicht gewahr, daß dieseHandlung ursprünglich einig und für alle Verbindung gleichgchchsein müsse, und daß die Auflösung, Analysis, die ihr Gege»-theil zu sein scheint, sie doch jederzeit voraussetze; denn wo derVerstand vorher nichts verbunden hat, da kann er auch nichtsauflösen, weil es nur durch ihn als verbunden der Vorstel-lungskraft hat gegeben werden müssen.

Aber der Begriff der Verbindung führt außer dem Begriffedes Mannigfaltigen und der Synthesis desselben noch dm derEinheit desselben bei sich. Verbindung ist Vorstellung der synthe-tischen Einheit des Mannigfaltigen*). Die Vorstellung dieserEinheit kann also nicht aus der Verbindung entstehen, sie machtvielmehr dadurch, daß sie zur Vorstellung des Mannigfaltigenhinzukommt, den Begriff der Verbindung allererst möglich. DüseEinheit, die a priori vor allen Begriffen der Verbindung vorher-geht, ist nicht etwa jene Kategorie der Einheit (tz. 10); dennalle Kategorien gründen sich auf logische Functionen in Urtheilm;in diesen aber ist schon Verbindung, mithin Einheit gegebenerBegriffe gedacht. Die Kategorie setzt also schon Verbindung voraus.Also müssen wir diese Einheit (als qualitative ß. 12) noch höhersuchen, nämlich in demjenigen, was selbst den Grund der Einheitverschiedener Begriffe in Urtheilen, mithin der Möglichkeit des Ver-standes, sogar in seinem logischen Gebrauche enthält.

*) Ob die Vorstellungen selbst identisch sind und also eine durch dir !andere analytisch könne gedacht werden, das kommt hier nicht in Betrachtung. -DaS Bewußtsein der einen ist, so fern vom Mannigfaltigen die Rede, !vom Bewußtsein der anderen doch immer zu unterscheiden und auf die Syn- tthcsis dieses (möglichen) Bewußtseins kommt cs hier allein an.