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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
Entstehung
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123
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j. Abschn. Von d. Principien einer tcanssc. Deduction. 123

die genugsam Anlaß geben, den Begriff der Ursache davon abzu-sondcrn und dadurch zugleich die objcctive Gültigkeit eines solchenBegriffs zu bewähren, so bemerkt man nicht, daß auf diese Weiseder Begriff der Ursache gar nicht entspringen kann, sondern daßer entweder völlig u priori im Verstände gegründet sein oder alsein bloses Hirngespinnst gänzlich aufgcgeben werden müsse. Denndieser Begriff erfordert durchaus, daß etwas von der Art sei,daß ein anderes L daraus nothwendig und nach einer schlechthinallgemeinen Regel folge. Erscheinungen geben gar wohlFällean die Hand, aus denen eine Regel möglich ist, nach der etwasgewöhnlicher Maßen geschieht, aber niemals, daß der Erfolgnothwendig sei, daher der Synthesis der Ursach und Wirkungauch eine Dignität anhängt, die man gar nicht empirisch ausdrückenkann, nämlich daß die Wirkung nicht blos zu der Ursache hinzukomme, sondern durch dieselbe gesetzt sei und aus ihr erfolge. Diestrenge Allgemeinheit der Regel ist auch gar keine Eigenschaft empi-rischer Regeln, die durch Jnduction keine andere, als comparativeAllgemeinheit d. i. ausgebreitete Brauchbarkeit bekommen können.Nun würde sich aber der Gebrauch der reinen Verstandcsbcgriffegänzlich ändern, wenn man sie nur als empirische Produkte be-handeln wollte.

Ucbcrgang zur transsccndentalcu Deduction der Kategorien.

Es sind nur zwei Fälle möglich, unter denen synthetischeVorstellung und ihre Gegenstände Zusammentreffen, sich auf einandernothwendiger Weise beziehen und gleichsam einander begegnen können.Entweder wenn der Gegenstand die Vorstellung oder diese den Ge-genstand allein möglich macht. Ist das Erstere, so ist diese Be-ziehung nur empirisch und die Vorstellung ist niemals a priorimöglich. Und dies ist der Fall mit Erscheinungen in Ansehungdessen, was an ihnen zur Empfindung gehört. Ist aber das Zweite,weil Vorstellung an sich selbst (denn von dessen Causalität, ver-mittelst des Willens, ist hier gar nicht die Rede,) ihren Gegenstanddem Dasein nach nicht hervorbringt, so ist doch die Vorstellung