1V8 Elcmentarlehre. tl. Th. >. Abch. I. Buch. >. Hauplst,
Verstand. Der assertorische sagt von logischer WirklichkeitWahrheit, wie etwa in einem hypothetischen Vernunftschluß ^Antecedens im Obersatze problematisch, im Untersatze assertorisch^vorkommt, und zeigt an, daß der Satz mit dem Verstandenesdessen Gesetzen schon verbunden sei. Der apodiktische Sah denki>sich den assertorischen durch diese Gesetze des Verstandes selbst^stimmt und daher »priori behauptend, und drückt auf solche Us,logische Nothwendigkeit aus. Weil nun hier Alles sich gradweisedem Verstände einverleibt, so daß man zuvor etwas problematischurthcilt, darauf auch wohl es assertorisch als wahr annimmt, endlichals unzertrennlich mit dem Verstände verbunden d. i. als nothwendigund apodiktisch behauptet, so kann man die drei FunctionendeiModalität auch so viel Momente des Denkens überhaupt nennen.
DeS Leitfadens der Entdeckung aller reinen Verstandesbegriffe ^
dritter Abschnitt.
tz. kO.
Von den reinen Verstandesbegriffen oder Kategorien.
Die allgemeine Logik abstrahirt, wie mehrmalen schon gesagtworden, von allem Inhalt der Erkenntlich und erwartet, daß chlanderwärts, woher es auch sei, Vorstellungen gegeben werden, »indiese zuerst in Begriffe zu verwandeln, welches analytisch zugeht.Dagegen hat die transscendentale Logik ein Mannigfaltiges der Sinn-lichkeit » priori vor sich liegen, welches die transscendentale Aesthetik ^ihr darbietet, um zu den reinen Verstandesbegriffen einen Stoff zu .geben, ohne den sie ohne allen Inhalt, mithin völlig leer sein würde.Raum und Zeit enthalten nun ein Mannigfaltiges der reinen Au- >schauung » priori, gehören aber gleichwohl zu den Bedingungen derReceptivität unseres Gemüths, unter denen es allein Vorstellungen >von Gegenständen empfangen kann, die mithin auch den Begriffderselben jederzeit afsicircn müssen. Allein die Spontaneität unseres ^Denkens erfordert es, daß dieses Mannigfaltige zuerst auf gewisse