104 Elementarlehre. II. Th. I. Abth. I. Buch. 1. Hauptst.
1 .
Quantität der Urtheile.AllgemeineBesondereEinzelne
2. 3.
Qualität.
Bejahende
Verneinende
Unendliche
Relation.
Kategorische
Hypothetische
Disjunctive
Modalität.
Problematische
Assertorische
Apodiktische
Da diese Eintheilung in einigen, obgleich nicht wesentlichen,,Stücken von der gewohnten Technik der Logiker abzuweichen scheint,so werden folgende Verwahrungen wider den besorglichen Mißver-stand nicht unnöthig sein.
1. Die Logiker sagen mit Recht, daß man beim Gebrauchder Urtheile in Vernunftschlüssen die einzelnen Urtheile gleich denallgemeinen behandeln könne. Denn eben darum, weil sie garkeinen Umfang haben, kann das Prädicat derselben nicht blos auseiniges dessen, was unter dem Begriff des Subjekts enthalten ist,gezogen, von einigem aber ausgenommen werden. Es gilt alsovon jenem Begriffe ohne Ausnahme, gleich als wenn derselbe eingemeingültiger Begriff wäre, der einen Umsang hätte, von dessenganzer Bedeutung das Prädicat gelte. Vergleichen wir dagegenein einzelnes Urtheil mit einem gemeingültigen, blos als Erkenntniß,der Größe nach, so verhält sie sich zu diesem, wie Einheit zurUnendlichkeit und ist also an sich selbst davon wesentlich unterschieden.Also, wenn ich ein einzelnes Urtheil (jullicüim sinKuInre) nichtblos nach seiner inneren Gültigkeit, sondern auch, als Erkenntnißüberhaupt, nach der Größe, die es in Vergleichung mit anderen