I. Abschn. Non der log. Function in Urtheilen.
IN3
„ungm. Also werden diese Gegenstände durch den Begriff der^Heilbarkeit mittelbar vorgestellt. Me Urtheile sind demnach Fun-ctionen der Einheit unter unseren Vorstellungen, da nämlich statt ei-ner unmittelbaren Vorstellung eine höhere, die diese und mehrereunter sich begreift, zur Erkcnntniß des Gegenstandes gebraucht undviel mögliche Erkenntnisse dadurch in einer zusammengezogen werden.Wir können aber alle Handlungen des Verstandes auf Urtheile zu-nchuhrm, so daß der Verstand überhaupt als ein Vermögenzu urtheilen vorgcstcllt werden kann. Denn er ist nach demxbigcn ein Vermögen zu denken. Denken ist das Erkcnntniß durchBegriffe. Begriffe aber beziehen sich, als Prädicate möglicher Urtheile,aufirgend eine Vorstellung von einem noch unbestimmten Gegenstände.So bedeutet der Begriff des Körpers etwas, z. B. Metall, wasdurch jenen Begriff erkannt werden kann. Er ist also nur dadurchBegriff, daß unter ihm andere Vorstellungen enthalten sind, ver-mittelst deren er sich auf Gegenstände beziehen kann. Er ist alsodas Prädicat zu einem möglichen Urtheile, z. B. ein jedes Metallist ein Körper. Die Functionen des Verstandes können also insge-sammt gefunden werden, wenn man die Functionen der Einheit indm Urtheilen beständig darstcllcn kann. Daß dies aber sich ganzwohl bewerkstelligen lasse, wird der folgende Abschnitt vor Au-gen stellen.
DesLeitfadens der Entdeckung aller reinen Verstandesbegriffezweiter Abschnitt.
tz. 9.
Von der logischen Function des Verstandes in Urtheilen.
Wenn wir von allem Inhalte eines Urtheils überhaupt abstra-hircn und nur auf die blose Verstandesform darin Acht geben,so finden wir, daß die Function des Denkens in demselben untervier Titel gebracht werden könne, deren jeder drei Momente untersich enthält. Sie können füglich in folgender Tafel vvrgestellt werden.