80 Elcmentarlehre. 1- Th. Transsc- Aesthetik.
Anschauung derselben wesentlich anhangt und sür jeden menschlicheSinn überhaupt gilt, von demjenigen, was derselben nur zufälligWeise zukommt, indem es nicht auf die Beziehung der SinnlWüberhaupt, sondern nur auf eine besondere Stellung oder Lrganih-tion dieses oder jenes Sinnes gültig ist. Und da nennt mm isierstcre Erkenntniß eine solche, die den Gegenstand an sich selbst ver-stellt, die zweite aber nur die Erscheinung desselben. Dieser ll„tn-schied ist aber nur empirisch. Bleibt man dabei stehen,gemeiniglich geschieht,) und sicht jene empirische Anschauung nich,,wiederum (wie es geschehen sollte,) als blose Erscheinung an, s»daß darin gar nichts, was irgend eine Sache an sich selbst anginge,anzutrcffcn ist, so ist unser transscendcntaler Unterschied verloren undwir glauben alsdann doch, Dinge an sich zu erkennen, ob wir esgleich überall (in der Sinncnwelt) selbst bis zu der tiefsten Erfor-schung ihrer Gegenstände mit nichts, als Erscheinungen, zu thunhaben. So werden wir zwar den Regenbogen eine blose Erscheinungbei einem Sonnenregen nennen, diesen Regen aber die Sache an sichselbst, welches auch richtig ist, so fern wir den letzteren Begriff nurphysisch verstehen, als das, was in der allgemeinen Erfahrung, unterallen verschiedenen Lagen zu den Sinnen, doch in der Anschauungso und nicht anders bestimmt ist. Nehmen wir aber dieses Empiri-sche überhaupt und fragen, ohne uns an die Einstimmung desselbenmit jedem Mcnschcnsinne zu kehren, ob auch dieses einen Gegenstandan sich selbst (nicht die Regentropfen, denn die sind denn schon, alsErscheinungen, empirische Objecte,) verstelle, so ist die Frage M derBeziehung der Vorstellung auf den Gegenstand transscendental undnicht allein diese Tropfen sind blose Erscheinungen, sondern selbstihre runde Gestalt, ja sogar der Raum, in welchem sie fallen, sindnichts an sich selbst, sondern blose Modifikationen oder Grundlagenunserer sinnlichen Anschauung; das transscendcntale Object aber bleibtuns unbekannt. .
Die zweite wichtige Angelegenheit unserer transscendentalcnAesthetik ist, daß sie nicht blos als scheinbare Hypothese einigeGunst erwerbe, sondern so gewiß und ungezwcifelt sei, als jemals