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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
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78 Elementarlehre, i- Th. Transsc. Aesthekik. I

Wir haben also sagen wollen: daß alle unsere Anschauung nich,;,als die Vorstellung von Erscheinung sei; daß die Dinge, die>«i,,anschauen, nicht das an sich selbst sind, wofür wir sie anschauen, uchihre Verhältnisse so an sich selbst beschaffen sind, als sie uns »Mncn; und daß, wenn wir unser Subjcct oderauch nur die subjeitz,Beschaffenheit der Sinne überhaupt aufheben, alle die Beschaffenhchalle Verhältnisse der Objecte im Raum und Zeit, ja selbst Raum MZeit verschwinden würden, und als Erscheinungen nicht an sich Msondern nur in uns existiren können. Was cs für eine Bcwantchmit den Gegenständen an sich und abgesondert von aller dieser Re-ccptivität unserer Sinnlichkeit haben möge, bleibt uns gänzlich unbi-kannt. Wir kennen nichts, als unsere Art sie wahrzunehmen, dieuns eigenthümlich ist, die auch nicht nothwcndig jedem Wesen, obzwarjedem Menschen zukommen muß. Mit dieser haben wir es lediglichzu thun. Raum und Zeit sind die reinen Formen derselben, Empfin-dung überhaupt die Materie. Jene können wir allein a priori d. i.vor aller wirklichen Wahrnehmung erkennen und sie heißt darumreine Anschauung; diese aber ist das in unserem Erkenntnis, ms damacht, daß sie Erkenntniß » posteriori d. i. empirische Anschauungheißt. Jene hängen unserer Sinnlichkeit schlechthin nothwcndig an,welcher Art auch unsere Empfindungen sein mögen; diese können schverschieden sein. Wenn wir diese unsere Anschauung auch zum höch-sten Grade der Deutlichkeit bringen könnten, so würden wir dadurchder Beschaffenheit der Gegenstände an sich selbst nicht näher kom-men. Denn wir würden auf allen Fall doch nur unsere ?lrt derAnschauung d. i. unsere Sinnlichkeit vollständig erkennen und dieseimmer nur unter den dem Subject ursprünglich anhängcnden Bedin-gungen von Raum und Zeit; was die Gegenstände an sich selbst seinmögen, würde uns durch die aufgeklärteste Erkenntniß der Erschei-nung derselben, die uns allein gegeben ist, doch niemals bekannt werden.

Daß daher unsere ganze Sinnlichkeit nichts als die verworreneVorstellung der Dinge sei, welche lediglich das enthält, was ihnenan sich selbst zukommt, aber nur unter einer Zusammenhäufung vonMerkmalen und Theilvorstellungen, die wir nicht mit Bewusstem