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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
Entstehung
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Allgemeine Anmerkungen.

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viel, daß sie für die mathematischen Behauptungen sich das Feldtcr Erscheinungen frei machen. Dagegen verwirren sie sich sehrwch eben diese Bedingungen, wenn der Verstand über dieses FeldMnisgehen will. Die Zweiten gewinnen zwar in Ansehung desWenn, nämlich daß die Vorstellungen von Raum und Zeit ihnensicht in den Weg kommen, wenn sie von Gegenständen nicht als,Meinungen, sondern blos im Verhältnis auf den Verstand urthci-wollcn; können aber weder von der Möglichkeit mathematischerErkenntnisse s xriori, (indem ihnen eine wahre und objectiv gültigeMschauung s priori fehlt,) Grund angeben, noch die Erfahrungsgesctze,,t jenen Behauptungen in nöthweudige Einstimmung bringen. Inunserer Theorie von der wahren Beschaffenheit dieser zwei ursprüng-lichen Formen der Sinnlichkeit ist beiden Schwierigkeiten abgcholfcn.

Daß schließlich die transscendentale Aesthetik nicht mehr, alsdiese zwei Elemente, nämlich Raum und Zeit, enthalten könne, istdaraus klar, weil alle andere zur Sinnlichkeit gehörige Begriffe, selbstder der Bewegung, welcher beide Stücke vereinigt, etwas Empiri-^ sches voraussetzen. Denn diese setzt die Wahrnehmung von etwas- Beweglichem voraus. Zm Raum, an sich selbst betrachtet, ist abernichts Bewegliches; daher das Bewegliche etwas sein muß, wasim Raume nur durch Erfahrung gefunden wird, mithin einempirisches Datum. Eben so kann die transscendentale Aesthetiknicht dm Begriff der Veränderung unter ihre Data a priori zahlen;denn die Zeit selbst verändert sich nicht, sondern etwas, das in der Zeitist. Also wird dazu die Wahrnehmung von irgend einem Daseinnnd der Succcssion seiner Bestimmungen, mithin Erfahrung erfordert.

§. 8.

Allgemeine Anmerkungenzur

transscendentaleu Aesthetik.

I. Zuerst wird es nöthig sein, uns so deutlich, als möglich, zu erklären,was in Ansehung der Grundbeschaffenheit der sinnlichen Erkenntniß über-haupt unsere Meinung sei, um aller Mißdeutung derselben vorzubeugen.