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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
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76 Elementarlehre. I. Th. Transsc. Acsthetik.

kenntnisse vom Raume und dessen Verhältnissen ein glanzendes Beispiel gibt. Sie sind nämlich beide zusammengenommen reine Forumsaller sinnlichen Anschauung und machen dadurch synthetischea priori möglich. Aber diese Erkenntnißquellen a priori bestimmiissich eben dadurch (daß sie blos Bedingungen der Sinnlichkeit sindsiihre Grenzen, nämlich daß sie blos auf Gegenstände gehen, so Mssie als Erscheinungen betrachtet werden, nicht aber Dinge an sichselbst darstellcn. Jene allein sind das Feld ihrer Gültigkeit, worauswenn man hinausgeht, weiter kein objcctivcr Gebrauch dcrscllmStatt findet. Diese Realität des Raumes und der Zeit läßt üdri-gens die Sicherheit der Erfahrungserkenntniß unangetastet; denn msind derselben eben so gewiß, ob diese Formen den Dingen an sichselbst oder nur unserer Anschauung dieser Dinge nothwendiger Weißanhangen. Dagegen die, so die absolute Realität des Raumes undder Zeit behaupten, sie mögen sie nun als subsistircnd oder mir in-härirend annehmen, mit den Principien der Erfahrung selbst uneinigsein müssen. Denn entschließen sie sich zum Erstem:, (welches ge-meiniglich die Partei der mathematischen Naturforscher ist,) so müssensie zwei ewige und unendliche, für sich bestehende Undinge (Raumund Zeit) annehmen, welche da sind, (ohne daß doch etwas Wirkli-ches ist), nur um alles Wirkliche in sich zu befassen. Nehmen ftdie zweite Partei, (von der einige metaphysische Naturlehrcr sind,)und Raum und Zeit gellen ihnen als von der Erfahrung abstrahirte,obzwar in der Absonderung verworren vorgestellte Verhältnisse derErscheinungen (neben oder nach einander), so müssen sie den mathe-matischen Lehren a priori in Ansehung wirklicher Dinge (z.E. im IRaume) ihre Gültigkeit, wenigstens die apodiktische Gewißheit bestrei-ten, indem diese » posteriori gar nicht Statt findet, und die BegriffeL priori von Raum und Zeit dieser Meinung nach nur Geschöpfe "der Einbildungskraft sind, deren Quell wirklich in der Erfahrunggesucht werden muß, aus deren abstrahirten Verhältnissen die Ein-bildung etwas gemacht hat, was zwar das Allgemeine derselben ent-hält, aber ohne die Restrictionen, welche die Natur mit denselbenverknüpft hat, nicht Statt finden kann. Die Ersteren gewinnen so