II. Abschnitt. Von der Zeit.
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tz. 5. .
Lm»Sscende»talc Erörterung dcS Begriffs der Zeit ff).
Ich kann mich deshalb auf Nr. 3 berufen, wo ich, um kurz-u sein, das, was eigentlich trausscendcntal ist, unter die Artikel der'metaphysischen Erörterung gesetzt habe. Hier füge ich noch hinzu,ffaß der Begriff der Veränderung und mit ihm der Begriff derBewegung (als Veränderung des Orts) nur durch und in der Zcit-- Vorstellung möglich ist; daß, wenn diese Vorstellung nicht An-schauung (innere) il priori wäre, kein Begriff, welcher cs auchHsti, die Möglichkeit einer Veränderung d. i. einer Verbindung con-tradictorisch-entgegengesetzter Prädicate (z. B. das Sein an einemMe und das Nichtsein eben desselben Dinges an demselben Orte)in einem und demselben Objecte begreiflich machen könnte. Nur indu Zeit können beide contradictorisch-cntgegengesctzte Bestimmungenin einem Dinge, nämlich nach einander anzutreffen sein. Also er-klärt unser Zeilbegriff die Möglichkeit so vieler synthetischer Erkennt-nis ll priori, als die allgemeine Bewegungslehre, die nicht wenigfruchtbar ist, darlcgt.
§. 6 .
Schlüsse aus diesen Begriffen.
->) Die Zeit ist nicht etwas, was für sich bestünde oder denDingen als objective Bestimmung anhinge, mithin übrig bliebe,wenn man von allen subjektiven Bedingungen der Anschauung dersel-ben abstrahirt; denn im ersten Fall würde sie etwas sein, was ohnewirklichen Gegenstand dennoch wirklich wäre. Was aber das Zweitebetrifft, so könnte sie als eine den Dingen selbst anhangende Bestimmungoder Ordnung nicht vor den Gegenständen als ihre Bedingung vor-hergehen und L priori durch synthetische Sätze erkannt und angc-schaut werden. Dieses Letztere findet dagegen sehr wohl Statt, wenndie Zeit nichts als die subjective Bedingung ist, unter der alle An-schauungen in uns Statt finden können. Denn da kann diese Form
ff) Zus. d. 2. Ausg.