Einleitung.
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U wirklich. Denn die menschliche Vernunft geht unaufhaltsam,ehre daß blose Eitelkeit des Vielwisscns sie dazu bewegt, durch eige-nes Bcdürfniß getrieben bis zu solchen Fragen fort, die durch keinenAsahrungsgebrauch der Vernunft und daher entlehnte Principienbeantwortet werden können, und so ist wirklich in allen Menschen,h bald Vernunft sich in ihnen bis zur Spekulation erweitert, irgend«ne Metaphysik zu aller Zeit gewesen und wird auch immer darinMn. Und nun ist auch von dieser die Frage: Wie ist Meta-physik als Naturanlage möglich? d. i. wie entspringen dieFragen, welche reine Vernunft sich aufwirft, und die sie, so gut alssie kann, zu beantworten durch eigenes Bedürfnis; getrieben wird?a„S der Natur der allgemeinen Mcnschenvernunft.
Da sich aber bei allen bisherigen Versuchen, diese natürlicheFragen, z. B. ob die Welt einen Anfang habe oder von Ewigkeither sei? u. s. w. zu beantworten, jederzeit unvermeidliche Wider-sprüche gefunden haben, so kann man es nicht bei der bloscn Natur-anlagc zur Metaphysik, d. i. dem reinen Vernunftvcrmögen selbst,woraus zwar immer irgend eine Metaphysik (es sei welche eS wolle)machst, bewenden lassen, sondern es muß möglich sein, mit ihr cszur Gewißheit zu bringen, entweder im Wissen oder Nicht-Wissenda Gegenstände, d. i. entweder der Entscheidung über die Gegen-stände ihrer Fragen, oder über das Vermögen und Unvermögen derVernunft in Ansehung ihrer etwas zu urtheilen, also entweder unserereine Vernunft mit Zuverlässigkeit zu erweitern, oder ihr bestimmteund sichere Schranken zu setzen. Diese letzte Frage, die aus derobigen allgemeinen Aufgabe fließt, würde mit Recht diese sein: Wieist Metaphysik als Wissenschaft möglich?
Die Kritik der Vernunft führt also zuletzt nothwendig zur Wis-senschaft; der dogmatische Gebrauch derselben ohne Kritik dagegenauf grundlose Behauptungen, denen man eben so scheinbare entge-gensetzen kann, mithin zum Skeptizismus.
Auch kann diese Wissenschaft nicht von großer abschreckenderWcitläuftigkeit sein, weil sie es nicht mit Objecten der Vernunft,deren Mannigfaltigkeit unendlich ist, sondern blos mit sich selbst, mit
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