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Einleitung.
spruchs; sie dienen aber auch nur, wie identische Sätze, zur Keil,der Methode und nicht als Principien, z. B. n ^ s, das Ganzkjist sich selber gleich, oder (a-s-Ich > s, d. i. das Ganze ist groß»!als sein Thcil. Und doch auch diese selbst, ob sie gleich nach blostnBegriffen gelten, werden in der Mathematik nur darum zugelHnweil sie in der Anschauung können dargcstellt werden. Was mshier gemeiniglich glauben macht, als läge das Prädicat solcher apdiktischen Urthcile schon in unserem Begriffe und das Urtheil sei chanalytisch, ist blos die Zweideutigkeit des Ausdrucks. Wir sollennämlich zu einem gegebenen Begriffe ein gewisses Prädicat hinzu-denken, und diese Nothwendigkeit haftet schon an den Begriffen. Mdie Frage ist nicht, was wir zu dem gegebenen Begriffe hinzu denken sol-len, sondern was wir wirklich in ihm, obzwar nur dunkel, denken,und da zeigt sich, daß das Prädicat jenen Begriffen zwar nothwendig,aber nicht als im Begriffe selbst gedacht, sondern vermittelst einerAnschauung, die zu dem Begriffe hinzukommen muß, abhange.
2. Naturwissenschaft (Ubz-siea) enthalt synthetischeUrthcile a priori als Principien in sich. Ich will nur einPaar Sätze zum Beispiel anführen, als den Satz: daß in allenVeränderungen der körperlichen Welt die Quantität der Materieunverändert bleibe, oder daß in aller Mittheilung der BewegungWirkung und Gegenwirkung jederzeit einander gleich sein müssen.An beiden ist nicht allein die Nothwendigkeit, mithin ihr Ursprunga priori, sondern auch, daß sie synthetische Satze sind, klar. Dennin dem Begriffe der Materie denke ich mir nicht die Beharrlichkeit,sondern blos ihre Gegenwart im Raume durch die Erfüllung dessel-ben. Also gehe ich wirklich über den Begriff von der Materie hin-aus, um etwas a priori zu ihm hinzuzudenkcn, was ich in ihmnicht dachte. Der Satz ist also nicht analytisch, sondern synthetischund dennoch a priori gedacht, und so in den übrigen Sätzen desreinen Theils der Naturwissenschaft.
3. In der Metaphysik, wenn man sie auch nur für einebisher blos versuchte, dennoch aber durch die Natur der menschlichenVernunft unentbehrliche Wissenschaft ansicht, sollen synthetische