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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
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Einleitung.

Nun erweitere ich aber meine Erkenntniß, und, indem ich auf df,Erfahrung zurücksehe, von welcher ich diesen Begriff des Korpsabgezogen hatte, so finde ich mit obigen Merkmalen auch duSchwere jederzeit verknüpft, und füge also diese als Prädicat zujenem Begriffe synthetisch hinzu. Es ist also die Erfahrung, woraufsich die Möglichkeit der Synthesis des Prädicats der Schwere mitdem Begriffe des Körpers gründet, weil beide Begriffe, ob zw«einer nicht in dem anderen enthalten ist, dennoch als Theile ein«Ganzen, nämlich der Erfahrung, die selbst eine synthetische Ver-bindung der Anschauungen ist, zu einander, wicwol nur zufälligerWeise, gehören ff).

Aber bei synthetischen Urtheilen n priori fehlt dieses Hilst-mittel ganz und gar. Wenn ich über den Begriff rV hinausgehcnsoll, um einen anderen L als damit verbunden zu erkennen, msist das, worauf ich mich stütze, und wodurch die Synthesis möglichwird? da ich hier den Vortheil nicht habe, mich im Felde der

ff) Statt der Satze: Erfahrungsurtheile als solche zufälliger WHgehören" stand in der 1. Ausg. Folgendes:Nun ist hieraus klar: 1) daßdurch analytische Urthcilc unsere Erkenntniß gar nicht erweitert werde, sondernder Begriff, den ich schon habe, aus einander gesetzt und mir selbst ver-ständlich gemacht werde. 2) daß bei synthetischen Urtheilen ich außer dmBegriffe des Subjekts noch etwas Anderes (x) haben müsse, worauf sich derVerstand stützt, ui» ein Prädicat, das in jenem Begriffe nicht liegt, dochals dazu gehörig zu erkennen."

Bei empirischen oder Erfahrungsurtheilcn hat cs. hicmit gar keineSchwierigkeit. Denn dieses x ist die vollständige Erfahrung von dem Gegen-stände, den ich durch einen Begriffs denke, welcher nur einen Th eil dieserErfahrung ausmachk. Denn ob ich schon in dem Begriff eines Körpers über-haupt das Prädicat der Schwere gar nicht einschliesse, so bezeichnet er dochdie vollständige Erfahrung durch einen Lheil derselben, zu welchem als« ichnoch andere Theilc eben derselben Erfahrung, als zu dem erster«» gehörig,hinzufügen kann. Ich kann den Begriff des Körpers vorher analytisch durchdie Merkmale der Ausdehnung, der Undurchdringlichkeit, der Gestalt:c., diealle in diesem Begriffe gedacht werden, erkennen. Nun erweitere ich abermeine Erkenntniß, und, indem ich auf die Erfahrung zurücksehe, von welcherich diesen Begriff des Körpers abgezogen hatte, so finde ich mit obigen Merk-malen auch die Schwere jederzeit verknüpft. Es ist also die Erfahrung jenesx, was außer dem Begriffe liegt, und woraus sich die Möglichkeit der

Synthesis des Prädicats der Schwere L ,it dem Begriffe eic gründet."