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Vorrede
wendigen praktischen Gebrauchs meiner Vernunft nicht einmal an-nehmen, wenn ich nicht der spekulativen Vernunft zugleich jh„Anmaßung überschwenglicher Einsichten benehme, weil sie sich,zu diesem zu gelangen, solcher Grundsätze bedienen muß, die, indemsie in der That blos auf Gegenstände möglicher Erfahrung reichen,wenn sic gleichwohl auf das angewandt werden, ivas nicht ein Gegen-stand der Erfahrung sein kann, wirklich dieses jederzeit in Erschei-nung verwandeln und so alle praktische Erweiterung der rei-nen Vernunft für unmöglich erklären. Ich mußte also das Wis-sen aufhcben, um zum Glauben Platz zu bekommen, und derDogmatismus der Metaphysik, d. i. das Vorurtheil, in ihr ehncKritik der reinen Vernunft fortzukommen, ist die wahre Quelle allesder Moralität widerstreitenden Unglaubens, der jederzeit gar sehrdogmatisch ist. — Wenn es also mit einer nach Maaßgabe der Kri-tik der reinen Vernunft abgcfaßtcn systematischen Metaphysik ebennicht schwer sein kann, der Nachkommenschaft ein Vermächtniß zuhinterlasscn, so ist dies kein für gering zu achtendes Geschenk; manmag nun blos auf die Cultur der Vernunft durch den sicheren Gangeiner Wissenschaft überhaupt, in Vergleichung mit dem grundlosenTappen und leichtsinnigen Herumstrcifcn derselben ohne Kritik sehen,oder auch auf bessere Zeitanwendung einer wißbegierigen Jugend, diebeim gewöhnlichen Dogmatismus so frühe und so viel Aufmunterungbekommt, über Dinge, davon sie nichts versteht,, und darin sie, sowie Niemand in der Welt, auch nie etwas einsehen wird, bequemzu vernünfteln, oder gar auf Erfindung neuer Gedanken und Mei-nungen auszugehcn und so die Erlernung gründlicher Wissenschaftenzu verabsäumen; am meisten aber, wenn man den unschätzbarenVortheil in Anschlag bringt, allen Einwürfcn wider Sittlichkeit undReligion auf sokratisch e Art, nämlich durch den klärsten Beweisder Unwissenheit der Gegner, auf alle künftige Zeit ein Ende zumachen. Denn irgend eine Metaphysik ist immer in der Welt gewe-sen und wird auch wohl ferner, mit ihr aber auch eine Dialektikder reinen Vernunft, weil sie ihr natürlich ist, darin anzutreffen sein.Es ist also die erste und wichtigste Angelegenheit der Philosophie,
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