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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
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zur zweiten Ausgabe.

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schaft eines Wesens, dem ich Wirkungen in der Sinnenwelt zuschreibe,erkennen kann, darum weil ich ein solches seiner Existenz nach,und doch nicht in der Zeit, bestimmt erkennen müßte, (welches, weilich meinem Begriffe keine Anschauung unterlegen kann, unmöglichist,) so kann ich mir doch die Freiheit denken, d. i. die Vorstellungdavon enthält wenigstens keinen Widerspruch in sich, wenn unserekritische Unterscheidung beider (der sinnlichen und intellectuellcn) Vor-stellungsartcn und die davon hcrrührcnde Einschränkung der reinenVerstandesbegriffe, mithin auch der aus ihnen fließenden Grundsätze,Statt hat. Gesetzt nun, die Moral setze nothwendig Freiheit (imstrengsten Sinne) als Eigenschaft unseres Willens voraus, indem siepraktische in unserer Vernunft liegende ursprüngliche Grundsätze alsData derselben » priori anführt, die ohne Voraussetzung der Freiheitschlechterdings unmöglich wären, die spcculative Vernunft aber hättebewiesen, daß diese sich gar nicht denken lasse, so muß nothwendigjene Voraussetzung, nämlich die moralische, derjenigen weichen, derenGegentheil einen offenbaren Widerspruch enthält, folglich Freiheitund mit ihr Sittlichkeit, (denn deren Gegentheil enthält keinen Wider-spruch, wenn nicht schon Freiheit vorausgesetzt wird,) dem Natur-mechanismus den Platz cinräumen. So aber, da ich zur Moralnichts weiter brauche, als daß Freiheit sich nur nicht selbst wider-spreche und sich also doch wenigstens denken lasse, ohne nöthig zuhaben sie weiter einzusehcn, daß sie also dem Naturmechanismus ebenderselben Handlung (in anderer Beziehung genommen) gar kein Hin-dcrmß in den Weg lege: so behauptet die Lehre der Sittlichkeit ihrenPlatz, und die Naturlehre auch den ihrigen, welches aber nicht Stattgesunden hätte, wenn nicht Kritik uns zuvor von unserer unvermeid-lichen Unwissenheit in Ansehung der Dinge an sich selbst belehrt,»ud Alles, was wir theoretisch erkennen können, auf blose Erschei-nungen eingeschränkt hätte. Eben diese Erörterung des positivenNutzens kritischer Grundsätze der reinen Vernunft läßt sich in Anse-hung des Begriffs von Gott und der einfachen Natur unsererSeele zeigen, die ich aber der Kürze halber vorbeigehe. Ich kannalso Gott, Freiheit und Unsterblich keit zum Behuf des noth-