wohl der Quellen, als des Umfanges und der Grenzen derselben >Alles aber aus Principien.
Diesen Weg, den einzigen, der übrig gelassen war, bin ich nuneingeschlagen und schmeichle mir, auf demselben die Abstellung «IlerIrrungen angetroffen zu haben, die bisher die Vernunft im erfah-rungsfreien Gebrauche mit sich selbst entzweiet hatten. Ich bin ihrenFragen nicht dadurch etwa ausgewichcn, daß ich mich mit dem Umvermögen der menschlichen Vernunft entschuldigte, sondern ich hebesie nach Principien vollständig specisicirt und, nachdem ich dm P«des Mißverstandes der Vernunft mit ihr selbst entdeckt hatte, sie zu !ihrer völligen Befriedigung aufgelöst. Zwar ist die Beantwortung ^
jener Fragen gar nicht so ausgefallen, als dogmatisch schwärmende j
Wißbegierde erwarten mochte; denn die könnte nicht anders als durchZauberkünste, darauf ich mich nicht verstehe, befriedigt werden. Meindas war auch wohl nicht die Absicht der Naturbestimmung unsererVernunft; und die Pflicht der Philosophie war, das Blendwerk, das -aus Mißdeutung entsprang, aufzuhebcn, sollte auch noch so vielgepm- Isener und beliebter Wahn dabei zu reichte gehen. In dieser Beschüß !tigung habe ich Ausführlichkeit mein großes Augenmerk sein lassen sund ich erkühne mich zu sagen, daß nicht eine einzige metaphysischeAufgabe sein müsse, die hier nicht aufgelöst oder zu deren Auslösung ,nicht wenigstens der Schlüssel dargereicht worden. In der That ist !auch reine Vernunft eine so vollkommene Einheit, daß, wenn das ,Princip derselben auch nur zu einer einzigen aller der Fragen, die iihr durch ihre eigene Natur aufgcgeben sind, unzureichend wäre, mandieses immerhin nur wegwerfen könnte, weil es alsdann auch keinerder übrigen mit völliger Zuverlässigkeit gewachsen sein würde.
Ich glaube, indem ich dieses sage, in dem Gesichte des Lesers ieinen mit Verachtung vermischten Unwillen über, dem Anscheine nach, §so ruhmredige und unbescheidene Ansprüche wahrzunehmen, und gleich-wohl sind sie ohne Vergleichung gemäßigter, als die eines jeden Verfas-sers des gemeinsten Programms, der darin etwa die einfache Naturder Seele oder die Nothwendigkeit eines ersten Weltanfanges zu ^beweisen vorgibt. Denn dieser macht sich anheischig, die menschliche