©trcit t>cr ^l;ilüfopf)ifd)cit gacultdt mit bei' ttjeotogifcfyen. 249eiferen Sehren mad;t ben Äivd;en=, bei anberen aber ben reinen
SceltgtonSglauben auS*).
Allgemeinheit für einen ätirchenglauben ju forbern (Catho-licismus liierarcliicus) , ift ein SBiberfptuch, Vüeit unbebingte AUgcsmembeit Stothwenbigfeit üorauS fefct, bie nur ba Statt ftnbet, wobie SSernunft felbjt bie ©laubenSfäße l)inreid)enb begrünbet, mithinbiefe nicht bloS Statute finb. Sagegen bat bet reine OteligionSglauberechtmäßigen Anbruch auf Allgemeingültigfeit (Catliolicismus ratio-nalis). Sie Sectirerei in ©laubenSfadjen wirb atfo bei bem Iefeterertnie Statt ftnben, unb wo fie angetroffen wirb, ba entspringt fieimmer au§ einem gehler be§ Äircbenglaubeng: feine Statute (felbjtgöttliche Offenbarungen) für wefcntlidhe Stncfe ber Steligion ju halten,mithin ben ©inpitiSmuS in ©laubenSfachen bem StationaliSmuS un=ferjufbhieben unb fo baS bloS gufdlltge für. an fidj nolhwcnbig au§=jugeben. Sa nun in zufälligen Sehren e§ meierlei einanber wiber=fireitenbe, theitS Satzungen,. tl;eil§ Auslegung öon Salbungen gebenfann, fo ift leicht einjufeßen, baß ber blofe ätircßenglaube, ohnebucch ben reinen 9?eligionSglanberr geläutert ju fein, eine reicheO-uelle unenblich öieler Secten in ©laubenSfadjen fein merbe.
Um biefe Säuterung, worin fie befteße, beftimmt anjugeben,feßeint mir ber jum ©ebvaudh fcßicflicßfte fProbivfietn ber Safe jufein: ein jeher Äirchenglaube, fofern er blof ftatutarifche ©lait&enS=lehren für wefcntliche SietigionSteßreu auSgibt, hat eine gewiffe 33ei-mifeßung öon ^eibenthum; benn biefeS befteßt barin, ba§Aeußerlicße (Außerwcfentliche) ber Steligion für wefentlid; auSjugeben.Siefe 33cimifchung fann grabweife fo weit gehen, baß bie ganjeStetigion barüber in einen blofen Äircßenglauben, ©ebräuche für©efelje auSjugeben, übergeht unb alSbann baareS ^eibenthum wirb**),
*) SDtefc (Sinfheitung, welche tdj nicht für ptäciß unb bem gewöhnlichenSRebegcbraucß angemeffen außgebe, mag cinftmeiten hier gelten.
**) |)cibcnthum (Paganismus) ift, fccr ©ortcrflarung nach, ber relisgtofe Aberglaube beß SSotfß in ©albern (paiben), b. t. einer SDienge, fcevenKeltgicmSglauOc noch ohne alle t'irchliche SSerfaffung, mithin ohne öffentliche^®cfe(> ift. Suben aber, ffliohammebanct unb Snbicr hatten baß für fein ®e;fe’b, weiß nicht baß ihrige ift, unb benennen anberc ißölfcr, bie nicht ebcnbics