Druckschrift 
10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
Entstehung
Seite
483
Einzelbild herunterladen
 

Note 6.

483

bitterung gegen ihn: Ayllon habe der Gemeinde London bei den pb'sri geschworen:er werde keine andere Anstellung annehmen, habe meineidig dennoch dieStelle in Amsterdam angenommen und habe sich hinterher entschuldigt: in denBeutel habe er nicht pb'sri, sondern zwei Zwiebeln gelegt; auch hätte er damalsbereits das Nabbinat angenommen (-'>'2-12 222' 8iA. :, 3 o,): 22222 222h o:2:':-si

21212 22222 n:'2 212 b2p7 12 2'2 s22 . . PS2 22'p:2 2"g>2 P2222 .2x1222ll'hra 'a i>22 si>s l' 7 x >'22:2 v'2 MM 1102 P2«S2 im s^2 22h ;p2 2"2si 2^1x22

.'121 821,212 2'2 2222? 82s 82,28 S^2 x'22: S22I

12 ) Kurz vor dem Ausbruche des Streits (im Monate Siwan 1713 ) hatteAyllon in Amsterdam ein Gutachten in Betreff der Cardoso'schen Schriften ab-gegeben, welches die Gemeindevertreter nicht acceptirt hatten, und das soll ihnbesonders gewurmt haben. Es ist bereis erzählt (0. S. 478 ), daß das Nab-binat und der Vorstand von Smyrna Cardoso's Schriften zur Vernichtungverurtheilt und die Gemeinde von Amsterdam ermahnt hatten, den etwaigenDruck derselben zu inhibiren. Wie es scheint, war Elia Taragon wirklich nachAmsterdam gekommen, um eine von Cardoso's Schriften zum Drucke zu beför-dern. Der Vorstand, der sich als oberste Censurbehörde gerirte, übergab diePrüfung der Cardoso'schen Schrift dem Rabbiner Ayllon, und dieser mit nochzwei Collegen entschied gutachtlich: daß nichts Verfängliches darin enthaltensei, daß sie aber doch nicht verbreitet, sondern geräuschlos beseitigt werdensollte. Dabei hätte sich aber der Vorstand nicht beruhigt, sondern die Schriftzum Feuer verurtheilt (Ns. Halbst. L., Bl. 79 >: ;i'8's '228 o'o:2S2 ;>i2,2 1222

1'2 ,20p8 2 ' 12 ' 2212 122,22 11122,2 '2,2222: 1S2 o.l'vx '2 M 22 . 2222 x:i: 2'222'S2 222 218 2Z1 281V2 ;2 22x28 .282,28 '.222 2'21S ,2",2 2IS2I 2222- 21'2 2)1 2-'' 2

12x 222228 2>112:.2 2N2.2 2S 22S1 . . 1SS2 ;2>>' 28x P'8'S 2"2.n8 s8, l8 12222 '-,2

ry'.nb IS . 812s P22 221.22 sr.2: S22 2'212e2 ;2N 222, 2221 2"2 2'S2,2: 21'22 '22Ml . 2",222 1122 '"x s8 IS P1222 2'2 L.22,28 2>"N>'.22 .2',2 212 ix'8 P28> 2222 2>212228x 12221 221S 12>2i> 22^>' S'2:2S2 ix'8 P22U 2222 2'2122 1'22 p'22 1222212 228x S22'2:2L2 S122 21'2 ;!28 . 281x2 ;2 22x28 2"222 1122 I2x'1 1'vx8 L1L221 2>21S 82 2"2.221 1282 2S22 22>2 P'8'S 2>"221 . II 2212 '2'8 1S2I 12122'2

13 ) Erst durch diese Prolegomena ist Anfang und Verlauf des Streites

und der Wirren verständlich. Der Ausgangspunkt war Amsterdam und dieUrheber nebst Chajon die drei Rabbinern Chacham Zewi, Mose Chages undAyllon. Am ausführlichsten ist der Beginn geschildert in dem Manifest desAmsterdamer Rabbinats (erschienen unter dem Titel 22s '22s 22,2, erlassen2.x pp2 's 10 . 15 . Dec. I 713 >, ferner in einem Brief (in Ns. Halbst.,

Bl. 132 r fg.), überschrieben .222 ;>s 2-22' 22>>'2 8x L2222'2S2 2222:21 222s, .in apo-

logetischem Sinne und in Chages' Replik unter dem Titel Lisxosbo. cksl rns-ni-ckssbo (das.). Einige Berichtigungen der Nebenumstände liefert der zahlreicheBriefwechsel, theils gedruckt und theis handschriftlich, sowie die Streitschriften. Chajons 'Ankunft in Amsterdam weckte in Chacham Zewi's Gedächtnis dieErinnerung an jenen Namensverwandten zi2S2 ;>>2 (0. S. 479 ), der ihm inBosna-Serai Böses zugesügt hatte, und in Chages die Erinnerung andie Warnungen von Seiten des Abraham Jizchaki vor diesem Manne.Beides wurde lautbar, und darauf hin wurde Chajon vor der Hand der Be-such der sefardischen Synagoge untersagt. Die Verwechslung der Personenklärte sich bald auf, als Chajon sich Chach. Zewi vorstellte, und dieser ließdem Vorstande anzeigen: er habe nichts gegen den Fremden. Aber das frisch-gedruckte ketzerische Buch veranlaßte einen Jndicenzpunkt. Chajon hatte einExemplar dem Vorstande überreicht, um seine Größe damit zu bekunden; doch

31 *

'-i