482
Geschichte der Juden.
oouosss msZIio 4i ms (ital. Sendschreiben a. a. O), anspielend auf jenesanklägerische Schreiben aus Livorno. Heftig, streitsüchtig und rechthaberischwar Chages allerdings, aber auch leicht zum Versöhnen geneigt und vom Extremder Heftigkeit und des Stolzes zu dem entgegengesetzten milder Unterwürfig-keit überspringend.
II) Salomo Ayllon (so zu schreiben nach einem Städtchen in Spanien),einer der Hauptanreger des Streites, ist wenig bekannt, da er nichts Selbst-ständiges edirt hat. Nur Wolf hat zwei kurze Artikel über ihn III, x. 1026:8. ^liou I. laoob Lli sssaloulos I.on4iuuru vooatus, ^robisMUAvAuru lblpost 4. L.bsn4auaru xsr 11 auuos sZib s-tqus tiius an. 4600 (1700) ^.msbslo-4a,mum äisssssib, ibiäsm so4eru ruuusrs in s^us-AoZu I-usitauorum 4s-tuuobus IV, x. 974 heißt es: 8. ^.iliou obiit^msb. 4 1. Isar i. s 10an. 1728. Vergl. Losnsn, Ossodisäsnss 4. 4. p. 428. In einer kabbalistischenGebetordnung (p,m) nach S. Ayllon wird er als Sasetenser bezeichnet (Kat.Bodl. Nr. 3112). Mag er nun in Salonichi geboren oder daselbst eingewandertsein, so ist es wohl Thatsache, was Chages mit aller Bestimmtheit behauptete:daß Ayllon zum Kreise der Salonicher Sabbatianer von Querido gehörte, die esin kabbalistischen Fanatismus mit der Ehe sehr leicht nahmen, daß seine Fraufrüher in Ehebruch gelebt und er sie ihrem Besitzer entrissen habe, daß, alsAyllon später Rabbiner war, und diese seine Antecedentien ruchbar wurden, dieGemeinde Skrupel empfand und einige Rabbinen, um Aergernitz zu vermeiden,die Thatsache mit dem Mantel der Nachsicht verhüllt hätten, und daß er selbst,Chages, 1699 deßwegen angefragt worden wäre und Stillschweigen angerathenhätte (wpr'w irr: siZu. a, 2b): irvuL mu um (p'^uu .iLt-r:) gwn.n >mv oop >m8 pn-n> vimo: i"v:o' mm'p uvun nsaoo Mine:
( . . . »n na Tin'.n u7r> nrpria nppo i> nnr >2 riumriv iriu rpm op nu:o^m iL'u mnu)(aab) on'7p i>uie"vv ruau n Mvo: .. .. :7u rvpmd uoi irmni
pan um ompu 7u omu ...) aaaa :pi' ui> i7uo pp.n nu m'7pm ^>uiv' man ^-iu aaan pvvawoinamn 'i>pa a' u^w >aa ui>u mnp mvaa u^, 2 ":n 'e>a n7n,an:a 'nau^vav ...
napvmni an nmv . . anona anaan aarn ( . . . aa' ua ni>p> i»um m-muinallp u^?> nnp^a> -armi umi,rm am: n'nv pL'uan apan sampi ai^pni .i: u-ra n' nnnvub v-v 'npaav ua Mui . . . nanu pi> u7 ^r>aa'a anaan pam' m ^ara . nnm mrummun. Ebenso in Chages' nmyan nam oui und in Ns. Halbst. L. (Bl. 79 v.):aQna'5 ume> anuoi vaa'ua pi>am M'mp.v am: oau . . . )iM'u v"an um anaa: 'uni1 >aa,p nnp nu, ma'ua p'mv uaip: v npa n:mu nav 'pm8uv'a n-v i"a nr
Na: cmm pr-ain ,-ns paa nn:u:a. Ayllon war in der That in die sabbatianischeMystik eingeweiht. Chajim Segre, selbst Sabbatianer, berichtet von ihm(Ns. Güurchurg in Paris): Na irv i"ia ii'Vu aa^n aann mia 'ni>ap
nin^un app ,8. Ein gelehrtes Mitglied der Amsterdamer Gemeinde schriebüber ihn später an einen Freund: ikobrsi 4irs sltrs soss 4i czussbo aan(^.^Uon), s solo 4irv olrs mal c^ussto °:np lrsblrs uir lruovao 4u oosi pousa4ottriiig,, ooms Hussto; rau lrsbbs lorbnua. Olis tu. portabo 4'alsuuixsr tarlo sutrar usl oarioo, olrs sbü, uou rusritaii4olo (Anonynies Send-schreiben Ns. Halberst. L, Bl. 100 v.) — 1688 war 'Ayllon bereits in Livorno(Rsspx. Samuel Aboab aumv aaa, Nr. 320, auch Nr. 324), Chacham Zewibeantwortete seine Frage von London aus 1696 (Lssxx. No. 1), als erbereits dort Rabbiner war, übereinstimmend mit Wolfs Angabe, und 1697correspondirte Jakob Sasportas mit ihm (Lssxx. ap>" imu, No. 64). Aus diesemLssxousum und aus Nr. 44 geht hervor, daß Ayllon in London nicht allge-meine Achtung genoß. Chages referirt von ihm, allerdings aus der Zeit der Er-