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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
Entstehung
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475
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Bei gewissenhafterer Prüfung hätte Oppenheim finden müssen, daß dasBuch, wenn auch nicht Ketzerisches, so doch viel Excentrisches und Sophistischesenthält, welches dem rabbinischen Judenthum znwiderläuft. Später wurdeein Zetergeschrei dagegen erhoben; aber weder David Oppenheim, noch Naphtali,auf dessen Empfehlung hin der Erstere seine Approbation ertheilt hat, habenes recht angesehen. Naphtali stellte ihm ä. ä. 22. Marcheschwan 5472 4. Nov.1711 eine lobhudelnde Approbation der später so sehr verketzerten Schrift2-22^2 up aus und sagt darin: er habe den größten Theil derselben gelesen:

222.2 bl22.i N12 . . . . -n- n:22p2 -,in2 v: 22 :p"2 '2.221 2221-22 2222.2

-r-2,2 n'22 pnri> im -piri -nr .... -pbn 221,2:2 p-n .2-2:21 22.2:22 . . . ^12.222N2 2.2-12-1 . . . o-nbui- iip ivr- N2,2- . . . ':r-.2i . . . 1:22: n2,2i . . 2-2:2,22-,:i . . . -222 imo 1,2221 .2212» ,222 12122 -.2-2,21 . . . 2-212. In dem späternNevocationsschreiben sagte Naphtali Kohen: 1-222» »p» -2 .2^2.2 2-»-.2 121N21'ein pur: 12 .2-2 ni> 2r-n 212.2 22 in 2,2b nii -N2121 . . . »-.22ni> iip . . Zum

Schlüsse betheuert er gar, daß er eine Partie des Chajon'schen Buches, den

eigentlichen Text, das uiwi x,iii»-.2», gar nicht gesehen, die sogenannten zweiCommentarien an der Stelle nicht in der Ordnung vor sich gehabt und über-haupt nur einige Blatt darin gelesen habe: i-.i-ui ui- 2222 nnn»-.2» . . . 2»n».i

i-21 -,2-ni ni> ui» 2211 .2!» 221 2-222-2 -2 .2L---V 2122.2 2221 12 2>- i-2p»r: ui>ii! bpi . . 2202 .11 hx >i»2c>i -221 nb 22ip»i pri um ,22 -i-p .2N2»b ub it-r- 21^-22221. Aber seine Approbation spricht doch gerade von den beiden Partien,und diese liegen doch nur in der Form von Commentarien zu einem Textevor! Eine von N. Kohen's Behauptungen beruht demnach auf Unwahrheit,wahrscheinlich die erstere, als habe er den größten Theil des Buches gelesen.Er hatte nur einen flüchtigen Blick hineingethan und mit der Vertrauens-seligkeit der Rabbinen jener Zeit, namentlich einem Kabbalisten gegenüber,hatte er die Approbation ausgestellt.

Nach und nach konnte Chajon in Prag Naphtali Kohen's Protection ent-rathen. Er fand nämlich Anhänger an der Jugend, welche auf seine Wortelauschte. Er wagte mit seinem schwindlerischen Wesen offen aufzutreten, schriebAmulete für gutes Honorar, behauptete mit dem Propheten Elia und auch mitder Lotrsostins, auf vertrautem Fuße zu stehen, neue Welten schaffen und Todteerwecken zu können und spielte im Geheimen mit lustigen Genossen I/Uorndrs(das. ausgezogen in Emden's 21^1,2.2 .221,2, p>. 33): .22222 22-2N2 . . 2-2:21.2 22 2221N'222ib 1-21,22- P22NP2 ,21222. Nachdem Chajon fast ein Jahr in Prag zugebracht,kam Naphtali Kohen hinter seine Schwindeleien, stellte ihn wegen seiner Amuleteund seiner blasphemirenden Aeutzerungen zu Rede, erhielt aber nur sophistischeund prahlerische Antworten von ihm. Einmal gestand CH. offen ein: es seinur ein Mittel für ihn, um Geld zu gewinnen: .21 pu "mi-.n ,212V 2222 -2 2-2-211»» N--1.22 .22122,2 an -2 2-112 (Naphtali's Sendschreiben). Naphtali erzählt

ferner: seit der Zeit, daß er hinter dessen gemeine Schliche gekommen war,habe sich seine Liebe in Haß verwandelt, er habe dessen Sekretär und Famulusausgehorcht und aus seinen Aeußerungen entnommen, daß Chajon zu densabbatäischen Aposteln von Salonichi gehört habe: o-2»iv»» . . niiv i-v -21222.21

»212 22- 12122 222 2,22 'N 2-222 .2221 122' 2212.2 2N 212-,22 P2V2 -.22,221 ... -,2-112822.

Er habe sich Mühe gegeben, ihm die ihm ertheilte Approbation abzunehmen,cs sei ihm aber wegen der Anhänger Chajon's nicht möglich gewesen, und diegebietende Autorität der Gemeinde, David Oppenheim, sei abwesend gewesen.

5) Im Frühjahr 1712 reiste Chajon nach Wien und soll dort von hoch-stehenden Christen mit reichen Geldmitteln versehen worden sein (Naphtali