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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Geschichte der Juden.

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Er fand freundliche Aufnahme und sogar Bewunderung bei zwei damalsin Prag lebenden rabbinischcn Autoritäten, welche später ihren Leichtsinn zubereuen hatten, bei David Oppenheim und Naphtali Kohen. DerErstere, der Sammler der berühmten Bibliothek der Oppenheimeriana, ist einebekannte Persönlichkeit. Seine Biographie gab Hoock in Liebens Prager Epi-taphien (0ml., p. 42). Als Chajon nach Prag gekommen war, hatte DavidOppenheim wenig Zeit, ihn näher kennen zu lernen. Er war zur Zeit seinerAnkunft von Prag abwesend. Aber sein Sohn Joseph nahm ihn wie ein höheresWesen auf, räumte ihm sein Haus ein und überhäufte ihn mit Aufmerksamkeiten(Naphtali Kohen Sendschreiben a. a. O. und Einl. zu Chajon's n'Om >nnnsVgl. auch ob. S. 3l4s). Noch mehr gefördert hat ihn Anfangs Naphtali Kohen.

4) Seine Biographie ist kurz dargestellt in Landshut 2l.rninuäs tra-^doäa,p>. 282 und in Perles' Geschichte der Juden in Posen S. 79 f. Die Geschichtevon seiner Gefangenschaft durch die Tataren, von denen er das Pfeilschietzenund Reiten gelernt, so wie von seinem begangenen Raube an den Schrifteneines Kabbalisten, welche Schudt von einem gelehrten Juden erzählen hörte

(Jüd. Merkwürdigkeiten II, S. 73 f.) scheint mir die tendenziöse Erfindung

eines Gegners zu sein. Ist es denkbar, datz Naphtali Kohen als Rabbinervon Posenstets einige Pferde auf der Streu gehalten, öfters ausgerittenund mit seinem Bogen mit Pfeilschiehen sich erlustire"? Dagegen ist es wohlrichtig, was Schudt in verschiedenen Versionen berichtet, datz Naphtali einenkabbalistischen Assekuranz'-Talisman gegen Feuersgefahr zu besitzen vorgab(das. x. 71 f.). Denn in Posen hat sich bis auf die neueste Zeit die Legendeerhalten, er habe einen mit kabbalistischen Zeichen gefüllten Hirschkopf in derRabbinatswohnung angebracht, welcher das Haus und die Gasse gegen Feuers-brunst schützen sollte. Durch den Brand, der gerade in seinem Hause in Frank-furt a. M. (14. Januar 1711) ausbrach und die ganze Judengasse in Asche

gelegt hat, wurde er wegen Brandstiftung in Untersuchungshaft gebracht

(Schudt das.). Von der Anklage entlastet, begab er sich von Frankfurt nachPrag unter dis Protektion D. Oppenheimers. Etwa neun Monate vor Chajon'sEintreffen in Prag war er dort angskommen. Naphtali Kohen war vonChajon's Persönlichkeit vollständig geblendet. Er berichtet selbst darüber(Sendschreiben a. a. O.): n'Oi . . . iNv nsio.n .n'Opn im mn-N (pm) vm.n ni

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Im Winter 17111712 arbeitete Chajon seine sophistischen Predigten indrei Monaten aus, die er 1713 in Berlin unter dem Titel nmn: >nnn druckte.David Oppenheim gab seine Approbation dazu, obwohl er selbst gesteht, sie nurflüchtig angesehen zu haben (.nOOv.n vom 2. Adar I. 9. Febr. 1712):

MO v' NPOH N.OON nbn . . . INN!, NO NPVO! n)NO! nstnv '^n N'O V'N N'ON! 'NONPUON N'N nnn.n m O"N! NOOINN nun NOO NSO NOO nnn nnp N"O- 'N'N MN n")n O"pn . . .N!.NV ,'^p PN'PO 'NO'V' MO IN PO! PO!,NNO !'N'P OPOO NOO !OP !.NN 'N' PN'^7

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