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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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471
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muß gestehen, daß dis Motivirung dieser Verketzerung (abgedruckt auch inEmden's rin.i, p. 30 a) nichtssagend ist, und daß keine bestimmten

Anklagepunkte formulirt sind. Die Hauptanklage lautet: mir:- pin- nii'.i-.ie'p» nr'pr> sti .i',ii-s"i- n-on i'.ni.i- nstn (p'n), und er wird als s'N,Ketzer bezeichnet. Der Bann ist darin nicht direkt über ihn verhängt, nurwird ihm Alles Böse angewünscht. Ohne daß der Titel seines Buches namhaftgemacht ist, wird es zum Scheiterhaufen verurtheilt. Von Chajons Hinneigungzum Sabbataismus lassen die Unterzeichneten nichts merken. Der Hauptzweckdieses Verketzerungsschreibens war, die Smyrnaer zu warnen, Chajon dieverheißene Unterstützung znkommen zu lassen.

2) Abraham Jizchaki, der Hauptanreger der ersten Verketzerung gegenChajon, war eine bedeutende talmudische Autorität seiner Zeit, Verfasser deredirten Responsen -,n-x pn. Asular, dessen Vater Abr. Jizchaki's Jünger war,widmete ihm einen Artikel in seinem bibliographischen Lexikon (srrd v.) ^Vgl.auch Michael -"n.i im, n 81j. Nach demselben war er geboren 1661 und starb13. Siwan ( 10. Juni) 1729 im 68. Lebensjahre. Sein Vater David Jizchakiwar erster Rabbiner Jerusalems (s. o. S. 441). Chajon klagt in seiner Selbst-biographie Abraham Jizchaki an: er habe große Verwirrung im heiligen Landehervorgerufen, habe die Schuldenlast der Gemeinden erhöht, habe die Talmud-beflissenen so despotisch behandelt, daß die meisten derselben die Flucht ergreifenmußten, und habe ihn aus Neid verfolgt, weil er von seiner Niederlassung inLiberias eine Schmälerung der Einnahmen für die Jerusalemer Gemeinde ge-fürchtet habe: . m-in.i min: im-nni .iiriipi pin n-st- (',-nm 'n '«-«-) nvw irm

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'i-i mrpst st p-pi NI.I sti'v ' 1 - 1 . Ferner behauptete Chajon: sein Gegner

Abr. Jizchaki habe seine College« moralisch gezwungen, jenes Verketzerungsdekretgegen ihn wider ihren Willen zu unterzeichnen; das habe ihm Simson G o mezPatto verrathen: mivni -'irri pin- 12 -w pru pirvir 'i --ist p".i n-!->-1 - 1 -N L'VIM '- i"-p!- st iinv '1 . '-n 1 !-n '1 ?!- 1 p>-- nie' 111 - 1 - '>-rlnr> Nil 1 . 1 N 1 st

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PIN >-m-> 7N-. Indessen kann man diesem Schwindler nicht Alles glauben.

Chajon will, sobald er von der gegen ihn vom Jerusalemer Collegiumausgegangenen Verketzerung vernommen hatte, nach Smyrna an seine Gönnergeschrieben haben, eine Gemeindeversammlung mit Zeugenverhör (inpn) zuveranstalten, um ihn oder seinen Ankläger Abr. Jizchaki zu verurthsilen. AusSchonung für die heilige Stadt, deren rabbinische Führer dadurch compromittirtworden wären, hätten die aber keine weitere Untersuchung angestellt (das. Bl. 51):

I-i ststl -pst stü'11' i'.l'l 'P12' '11 ist' .112 '-> y'i -.1- NN 1'NIN 'S'-N N1N1-

Ivpn p-st W 1 ntzi -st' 11 ' 11 -- st. Seine Gönner hätten ihn durch ein Schreiben(ä. ä. 13. il?sk)s<i 5469 26. Dec. 1708> beschwichtigt, ihm Gelder zukommsnlassen und ihm versichert, ihren gegen ihn eingegangenen Verpflichtungengetreu nachzukommen. An der Echtheit dieses Schreibens hat man Grund zuzweifeln. Einmal weil Benjamin Levi, ein glaubwürdigerer Mann, versicherte:Chajons Gönner Hütten, sobald sie Kunde von seinem unlautern Treiben er-hielten, ihre Gunst sofort bereut und die Hand von ihm abgezogen (s. o. S. 470).Thatsache ist es ferner, daß die Gebrüder Arditi, seine ehemaligen Gönner,ein ihn verunglimpfendes Schreiben mit unterzeichnet haben. Endlich war