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Geschichte der Juden.
die Nachricht Eliakim Milsahagi's (in dessen ,n>Ott-> -wo, p. 28 Note) nichtmehr so abenteuerlich, daß dis polnischen Karäer im 18. Jahrhundert eineDeputation an die jüdisch-polnische Synode der Vier-Länder geschickt hätten, sichmit ihnen über Anschluß und Vereinigung zu verständigen. Es habe darüberim Schooße der Synode Meinungsverschiedenheit geherrscht. Samuel, Rab-biner von Kremnitz, Großvater des genannten Vers., eines der Synodal-Häupter,habe durch - ein dorr ruot die beabsichtigte Vereinigung abgeschnitten:
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Chajon, seine Ketzerei» seine Gönner nnd Gegner.
Der des Sabbataismus verdächtige AbenteurerNehemia Chija Chajon^),der eine leidenschaftliche Aufregung unter den Gemeinden von Amsterdam bisJerusaleni und von London bis Italien hervorgerufen hat, erhielt in PeterBeers Geschichte der jüdischen Sekten und in Jost's größerer und kleinererGeschichte nur einige dürftige Zeilen. Die gedruckten Quellen «wovon weiterunten) bieten aber soviel Ausbeute, daß Wolf, (Lidliobösos, III, p. 828 undIV, x. 928) so ziemlich die Umrisse dieser Bewegung zusammenstellen konnte,allerdings soweit sie die Bibliographie interessirte. Viel mehr bieten die hand-schriftlichen Quellen, bestehend aus hebräischen und italienischen Correspondenzenund kurzen Streitschriften, die ich ebenfalls der Gefälligkeit des Herrn Halber-stam in Bielitz verdanke (Ns. Halbst. D.). Diese Quellen gewähren einenhöchst unerfreulichen Einblick in das innere Treiben der Stimmführer undRabbiner im Ans. des 18. Jahrhunderts. Es geht daraus hervor, daß dieKabbala das Urtheil so sehr getrübt und verdunkelt hatte, daß ChajonsSchwindelei von einer neuen Trinität Vertheidiger fand, welche sie für jüdisch-orthodox erklärten. Die meisten Persönlichkeiten, welche bei diesem leiden-schaftlichen Streit pro und oovbrs. betheiligt waren, sind nur oberflächlich be-kannt. Es ist daher gerechtfertigt, wenn ich den ganzen Verlauf aus denQuellen zusammenstelle und die dabei betheiligten Personen zu individuali-siren suche.
1) Chajon. Sein Geburtsjahr ist nicht angegeben, doch wird er, zurZeit, als er in Europa auftrat (1713), bereits als ip' bezeichnet. Er mußdamals bereits mindestens ein Sechziger gewesen sein, ist demnach um 165»geboren. 1726 rumorte er zum zweiten Male in Deutschland und Amsterdam,ist demnach sehr alt geworden. — Sein Geburtsland ist, wie Vieles an diesemManne, zweifelhaft geblieben und wurde in den Streit hineingezogen. Ergab sich als Safetenser oder als Obergaliläer aus; seine Gegner dagegenbehaupteten: er sei in Bosna-Serai (Bosnien) geboren. In seiner seltenen
*) So wird der Name ausgesprochen in den italienischen und spanischenQuellenschriften: oder Ils-ison, also ist die übliche Aussprache
Chajun unrichtig.