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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Note 5.

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daß in der Schrift pwen kein Datum angegeben ist. Doch scheint auch diesesFactum in Karl's XI. letzte Regierungsjahre 169697 zu fallen.

Derselbe Mardochai b. Nissan, welcher Trigland's Fragen in Betreff derKaräer in der Abhandlung w-nr> -ni beantwortet und einen zweiten Brief andenselben, ä. 4.1709, gerichtet hat, hat ebenfalls eine Schrift über den Karäismusunter dem Titel nioba 2 -wi> ausgearbeitct und zwar auch auf Anregung einesschwedischen Königs Karl. Dieselbe ist ebenfalls von Neubauer (das. Beilage,p. 30 ff.) abgedruckt. Sie beginnt mit den Worten: i'rr.n imerr-n üinpll.n prn.n

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kann nun nicht Karl XI., sondern sein siegreicher Sohn Karl XII. gewesen sein,der auf seinen Kriegszügen in Polen, wohl gegen Ende 1702, in Luzk gewesensein kann; denn hier ist von keiner Sendung an die Karäer, sondern von einerpersönlichen Unterredung Karls mit den Karäern die Rede. Mardochai citirtauch in dieser Schrift öfter seine Schrift für Trigland, die im Jahre 1699concipirt ist, also schon nach Karls XI. Tod. Dieses Factum dürfte nichtbekannt sein, daß der schwedische Held, welcher hochfliegenden Eroberungsplänennachhing und nachging, sich auch um die Differenz zwischen Rabbanismus undKaräerthum gekümmert hat.

Der Karäer Salomo b. Aaron, welcher für Puffendorf oder für Karl XI.die Schrift p'ien um 1696 ausgearbeitet hat, führt zu einer anderen Unter-suchung. Es hat sich gezeigt, dah er in dieser Zeit noch jung war, und daß erin Poswol wohnte. Simcha Isaak Luzki nennt ihn zwar (im Katalog derkaräischen Litteratur seines v'p'ir nin (p. 22b) ipni pinn i"i.ia ' piiu.i mebir',was aber kein Widerspruch zu sein braucht. Salomo kann zur Gemeinde Torokgehört oder später in Torok gewohnt und zur Zeit der Abfassung von S. I.Luzki's Schrift 1756 bereits alt gewesen oder als Greis gestorben sein. DieserKaräer Salomo erzählt: er sei mit dem damaligen Rabbiner Josua HeschelII. in Wilna befreundet gewesen und habe mit ihm ein hebräisches Räthselspielunterhalten lJ. Finn in rnLni .map, Geschichte der Wilnaer Gemeinde, x. 110Note): p"pa mr.-w man parrn men :;nasn aso aanr: ;iann ;a .12721 pei^ nia"a.a-.Lr ;ma.a n".a p"pa a"an in i "22 nrn mam'N 21112 '1222 iin ap°> ni^'il7>a .... 112 N 2 nni nana pn .11 UL'ipii i>in 2 i"iii 22 272121 PN 212 i> 2 'pi xriii'121 P2>7.1 NW 117P2 cii) ' 112 ' 2'1 nnn 721. Das Räthsel und die Lösung, beidesind abgeschmackt. Aber es folgt doch daraus, daß zwischen den RabbanitenWilna's und den Karäern kein feindliches Verhältnih bestanden hat, daß sievielmehr mit einander freundschaftlich verkehrt haben. Solche Judicien vongegenseitiger Duldung und freundnachbarlichem Verhalten, früher unbekannt,kommen noch in dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts vor. Neubauer<a. a. O., S. 73> the.ilt aus Urkunden mit/daß das Rabbinat zu Wilna eingerichtliches Urtheil von karäischen CH ach amim oder Sch oft im aus Torok<1712) für gültig erklärt habe. Das Rabbinat von Brzsscz empfahl denkaräischen Richter (irr, 2 H Abraham b. Samuel sehr warm und erwähntedie Verdienste, die sich sein Vater und er selbst um das Haus Israel erworben,daß beide die Richterwürde mit vieler Biederkeit geführt haben. Es istSchade, daß Neubauer diese Urkunde nicht mitgetheilt hat, woraus dienäheren Umstände und die chronologischen Momente deutlicher und erkennbarerwären. Aber so viel geht wohl daraus hervor, daß Rabbaniten und Karäerin dieser Zeit in Polen einander näher standen als früher. Dadurch erscheint

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