Note 4. 46t
kreise, zu den Donmäh, gehört hat. Laut Benjamin Lovi's Sendschreiben müssenwir ihn aber dazu zählen. Er ist identisch mit Daniel Bonafoux, Cardoso'sParteigänger (o. S. 454>. — Ueber Florentin und Joseph Philosoph,Ouerido's Vater, giebt ein Ns. (in der Günzburgischen Sammlung) vonChajim (Vital) Segre einige Auskunft. Beide waren Jünger des Pseudo-propheten Nathan, und der Erstere, Salomo Florentin, stand bei denSabbatianern in solchem Ansehen, daß sie ihn für den wiedergeborenen ChajjimVital und seinen Meister Nathan für den wiedergeborenen Isaak Lurja hielten:
1 - 2 'p . b»2'i 2"i 'in 72' bu72 72'22'iibL i27v '7 ,''"7»i b,-°72 (pich 271 I7p2. . . . -1,2,7'S '7 22111 I'27'7i7s 2211 ii>p2; 21 , 22 ' pi ,7», ;i2 'n '7'27i
Die Chronologie für die Entstehung und Verbreitung dieser Sekte istnirgends genau angegeben. Im Allgemeinen kann man nur annehmen, daßdie Apostasie zwischen 1676, S. Zewi's Todesjahr, und 1686, dem Todes-jahre Mose Chabib's, welcher Zeugnis; darüber abgelegt hatte, fiel. Manmuß sogar diese Zeit noch einschränUn; denn Mose Chabib spricht noch vonJakob Querido's Tod und der Nachfolgerschaft Verachja's. Diesen Berachjaoder Lg,rooliia, nennt Niebuhr einen Sohn Jakob's. Aus einer AngabeMose Chages' läßt sich indeß das Jahr der Apostasie dieser Sekte genau fixiren.Er bestimmt das Jahr 1687, das ihm denkwürdig war, weil die Nachricht vondieser Apostasie gerade an seinem Hochzeitstage eintraf ( 2 'p 2 'i -2 722 , gegen Endedes Haupttheils): p7>»v 72012 . . . isinb 2222 'ii>i 2 7 "21 12272 >ip 22 ' 72 -»,17'217 yivib'o HO7' 122 ( 7 ,imbun) b»72»2 2»1 7'P2. Auch an anderenStellen datirt Mose Chages vom Jahre 1714 an 27 Jahre zurück bis zum Be-ginne der Wirren in Salonichi. Im Eingänge zur selben Schrift bemerkt er:
^»7I7>2 22 2P 71>21I 2P1 rin >22'2 -llvlb'r, p!22'7,7r 77'7',2 2'21221 2'272'1 2'2'121I
,7,2'22 i ,»2 122 . . biriv-nmi ',2'2,7»2> b»72>>2 2 », i'p 2 . . Man muß demnachannehmen, daß die prophetischen Spiegelfechtereien Daniel Israelis und dieSchwindeleien der letzten Frau S. Zewi's wenige Jahre nach dein Tode desPseudomessias in Smyrna stattgefunden haben, um 1680. Darauf sind siedurch Bestechung des Kadi aus Smyrna ausgewiesen worden und begaben sichnach Salonichi, wo Joseph Philosoph wohnte. Dort trieben sie noch einigeZeit als Juden ihren Spuk, bis sie den Behörden denuncirt worden sind. Umder Strafe zu entgehen und sich vom Judenthuine loszusagen, an dem sie nur»och mit einem dünnen Faden hingen, nahmen sie, 200—400 Glieder, denTurban erst im Jahre 1687. Um seine islamitische Rechtgläubigkeit darzuthun,begab sich das Haupt dieser Donmähs, Querido, zur Walljahrt nach Mekka, etwauni 1690. So bleiben noch immer einige Jahre bis 1696 Spielraum fürdie Tollheiten Berachja's, wovon Mose Chabib vor seinem Tode 1696Zeugnitz ablegte.
Sämmtliche gegnerische Berichterstatter beschuldigen die Salonicher Juden-türken oder Donmähs der Lascivität, des Weibercommunismus, der »vt-dl»wie die Christen ehemals die gnostischen Sekten. Die Bann-bulle des Constantinopolitaner Rabbinats gegen Chajon (ä. ci. 1714, Emden 31 n),welche auch der Salonicher Erwähnung thut, sagt von denselben: 2-,211 1 » , 2 » 2 'i
»2.1 »222 227 171 22 1277»21 17P2 7p 1»2 ,17 2P 17 21'112'2 7->'bl1 ,172711 1»,
211722^ bin pp,7 1'1 721, 12 » 7p, 1171» 7p. Dasselbe berichtet von früherer ZeitMose Chabib im Zeugnisse (das.). Joseph Ergas, ebenfalls Zeitgenosse, sagt ganzdasselbe (1212 iri, x. 49 6): 2 " 2 >i ; 2,2 °7»7!2>2 ii 2'22 122 72»7 217 12 » 7211 11 »7i
. 117721 1772p 172p7> 21'11L'2 k)'^1l7l 217 7'2lb . . '72 1727,21 122 2272 77227
Auch mehrere andere Zeitgenossen bezeugen diesen Unfug. Niebuhr berichtet