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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Geschichte der Juden.

N-,UL" nrs ,22,2'b 2'P21 )22 u-> bp LL. Ehe wir indeß weiter gehen, müssenwir die chronologischen Anhaltspunkte für seine Biographie feststellen. Gestorbenist Cardoso oder vielmehr ermordet worden 1706. Das deutet die polemischeSchrift öfter an (Bl. 16 u): Cardoso habe zuletzt das Erlösungsjahr auf 1706geschoben, ohne zu ahnen, daß dieses Jahr ihm den Tod bringen werde:MN iL'Dia '2 PN' k2i (i"on) V2'2'" ;i>r 2 : 2 ,; das. b>: 2L2P1 22L's> N2M22 2P2I.N'N 1M2 2P2 'n 2,22 (,"c>2) Vrwrrb' no'n (vergl. weiter unten). Damals stander bereits in hohem Greisenalter und war über 70 Jahre. Bl. 14 s, heißt es:7 UL- ll'pnD p- MN 'NN und 16 er: NML 222 02222 ,. Nehmen wir an, er

sei 76 Jahre alt geworden, so ist er um 1630 geboren. Damit stimmen dieübrigen Data. In seinem Sendschreiben an seinen Bruder giebt er selbst an,daß er 9 Jahre vorher noch in Livorno war, d. h. von 1668 zurückgerechnet,also um 1659. Einige Zeit vorher war er bereits aus Spanien ausgewandert.und in Venedig zum Judenthum zurückgekehrt, d. h. zwischen 1650 59.Denn wir müssen ihm einige Zeit als Jüngling in Madrid lassen, um unterden Balconen den Damen Serenaden zu bringen.

Wie dieser den Liebeleien oder, wie seine Polemiker sagten, den Lüstenergebene junge Mann zur Kabbala und zur Schwärmerei gekommen ist, ist einpsychologisches Räthsel, das nicht leicht gelöst werden kann. Der Verfasser derpolemischen Schrift meint, er habe erst in Tripolis die Lurjanischen Schriftengefunden, sich darin vertieft und sie sogar als seine eigenen ausgegeben (2-2,2 22'2»Bl. 4t>): 22 inrnnbi22- ^p llon'2 2'222, '"2.22 222 '222v 22,2,2 ,2'b M2 (-s>ig'222) 22-1.Indessen giebt Cardoso selbst an, er habe bereits in Livorno vor seinerUebersicdelung nach Tripolis Visionen gehabt. Viel wahrscheinlicher istes daher, daß ihn Mose Pinheiro in Livorno in die Kabbala eingeweihthat. Dieser erste Jünger Sabbatai's war nach dieser Stadt geflüchtet(o. S. 427). Hier hatte Cardoso Unterredungen mit ihm (Sendschreiben ande Pngas a. a. O. Ans.): 22-2-2 0222 2p Tons 2,21^2.22 -2>2p2 2M2 222

'".27, 222- ^2,2 M7IL- :2"2'S 22-ll. Diese Unterredung kann nicht während Car-doso's zweiten Aufenthaltes in Livorno stattgefunden haben; denn in dieserZeit wurde er von den Vorstehern der Livorner Gemeinde förmlich in Gewahr-sam gehalten, und Niemand wurde zu ihm gelassen (w. u. S. 454). Jeden-falls ist die Elasticität von Cardoso's Geist bemerkenswerth. Er, der Dandy,der Lüstling, hatte sich so sehr in die Kabbala hineingelesen, daß er ihreFormeln meisterhaft zu gebrauchen wußte. Sein hebräischer Stil ist klar undgefällig. Er schrieb besser hebräisch als mancher Rabbiner jener Zeit.

Fahren wir in der Skizzirung seiner Biographie fort. Vom Herzog vonToscana wurde er dem Bey Othman von Tripolis als Leibarzt empfohlen(.Polemik Bl. 4a.s: 2-P2 22- k"2mg ; 8,22 p nmwib bw '22 2 'pi> mm p>c >2 2 >p 2 2212Daselbst ist auch angegeben, daß er nebenher auch Geldgeschäfte gemacht habe.Wie er in seinen: Sendschreiben Nc>. 1 angiebt, habe er bereits 1664 eineOffenbarung gehabt, daß der Messias bald erscheinen werde. Solche Offen-barungen hätten mit Sabbatai's Auftreten bei ihm und seinen Hausleutenzugenommen. Sabbatai's Apostasie machte ihn nicht wankend, ja er hieltdiesen Abfall gerade für ein bewährendes Zeichen der Messianität, wie er indem Schreiben an seinen Bruder, an das Rabbinat von Smyrna nnd Anderesophistisch auseinandersstzte (Polemik Bl. 4d): 2,228 (,2'2'n') 22 2.22 2 , 2.2 o-,2'2,222 22'2 22,2 22M 228 2"L'2 22,282 ,2,22 222! 22k s-22 '2, 2>L!8 2'p '2222 222 2g

22 oi. Mit Nathan Ghazati stand er in Korrespondenz (das.): 222 22m 22282

2,2^282 2,0 2'22i> '2P2,2, 2U8 '2^28i- '2P2'L' ll'22 ll',2'1 ! 2",1 '2P L"8 2' 2p '2!PP P227