20 ! Von den Wirkungen dieser tollen Messianität auf die Gesammtjuden-heit sind alle Quellen voll. Sie äußerten sich s) in fast unglaublichen Al-mosenspenden und Kasteiungen, am ausfallendsten in der KabbalistengemeindeSalonichi (Coenen, x. 50 — 62 ); b) in Hüpfen und Springen in den Synagogenmit den Thorarollen: (22221 ppno .im>2> 21,22.2 Sasportas, p>. 7 b); o) in Ein-stellen der Geschäfte; ä) in Verheirathung von jungen Kindern, Mädchen unter10 Jahren, in Salonichi allein 700—800 Paare (Coenen. x. 62 ). Riesubp. 177 fg.: Os xsur qu'il l 8 sbb.) ns Iss soeusst. ä'svolr uöAlrZs 1 s, 1 o^. . ils ursrisrsub sussvabls xlusisurs sirtsubs äs 10 aus sb au ässsous . .4 usqu'su uorubrs äs 600 ou 700 souples. Den eigentlichen kabbalistischenGrund giebt die hebräische Quelle (bei Emden 14 b) richtig an: 'w 2wh- mm
2122^ '22 . . .112 222M2 reih' 2P 2L'P. .— s) in fanatischer Zwistigkeit
zwischen 2'2°io und 2M2sr> lvergl. Sasportas p>. 26 a). Chajon, allerdings keinsehr zuverlässiger Zeuge, erzählt: der Vater und Großvater der beiden Ver-folger der Sabbatianer; Jakob Aschkenasi habe über einen UngläubigenTodesstrafe verhängt (wr ir.i Vorwort (lol. ( 3 b) unten) ,2pp> ;o (w- 222) wr 0222s 2L'N S121 .. . P212 2'P2 2'2 22'N wr M22'2 21222 P2N22 (2pv) 12 NM222 1:1 NW 2:22:22 22122: P2 P2-I1 wr 2222: "22 2"22 12'2V '2 22:p uhr: hp 22-22H212« 121N iw' M2 2M21. Die bedeutendsten Rabbiner von Asien, Afrika, Deutsch-land, Polen, Italien und Holland waren alle bis auf sehr wenige Ausnahmengläubig. Vergl. Zeitschrift W2222 nw p>. 92 von dem Rabbiner JairChajim Bachrach, damals in Mainz, der doch einen Anflug von Wissen-schaftlichkeit hatte; auch sein greiser Vater Simson Bachrach; 'ferner sämmtlicheliterarisch gebildete Rabbiner Amsterdams, wie Sasportas berichtet. (Vgl.Kaufmann, R. Jair Chajim Bacherach und seine Ahnen (Trier 1894 ),S. 103 . 129 .) Die italienischen Gemeinden schickten drei namhafte Männer,Talmudisten und Kabbalisten nach der Türkei, Erkundigungen einzuziehen:Simson Baki, Vita Segre und Jorino (?) von Mantua (Coenen x. 126 ).Ueber die außerordentliche Frequenz auf der Dardanellenstraße und die Wall-fahrten zu Sab. berichtet ausführlich die holländische Quelle aus Galata. —Aber auch Christen waren von dem Taumel ergriffen: vergl. die Quelle beiEmden x. 4 a,: 2222,22 p2sb oorip im ar owLim im v'hipm ho:hws, vgl.
auch Schudt, jüd. Merkwürdigkeiten (II. 2 . Abth. p>. 47 ). Coenen erzählt<x. 130 ): äsb vs sie Obrlsbsusir ässs Rsssru^s voor Nkssrbs^äb osusvasir.
(Viele Christen nahmen diese Raserei für Wahrheit). Darum konnte sich späterSab. rühmen, daß er viele Nichtjuden zum Jndenthum herübergezogen habe(Zeugnisse Ns. Halbst. L, Bl. 71 r.): v'-mp 222 mson mm 121.2,2 '221
H^2V" hp 21:2182,2 mroi2i M'^p 2^8 21LW22,2 2L2,2 22h PN. Für mystische Christenwar das apokalyptische Jahr 1666 entscheidend. Auch Türken wurden gläubig.(Cardoso Ns. das.. Bl. 116 r.) 212 2212 2>u2>2 im 2M22122 22 w 212P2. Vergl.
weiter die Nachricht von Tobia Rofe. Auch ein Derwisch in Weiß gekleidet,predigte und prophezeite von ihm in Constantinopel (de la Croix, x. 365 ).Ueber den jüdischen Propheten in derselben Stadt: No^ss 8 u.ri.s 1 , fsuusbomrns sqsvsiib ärrus 1 a. Os.bs. 1 s (das. x. 357 , Coenen, p>. - 57 ). Daher warin Europa die Neugierde außerordentlich gespannt; es ergingen Anfragen überdiese scheinbar außerordentliche Erscheinung an Correspondenten und Legationenin Constantinopel und Smyrna. Diesem Umstand verdanken wir so ausführ-liche Nachrichten über ihn.
21 ) Die Katastrophe wurde durch eine Gesandtschaft aus Polen (Lemberg)herbeigeführt. Der Rabbiner Jesaia, Sohn David Levi's (Verfassers des