Druckschrift 
10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
Entstehung
Seite
440
Einzelbild herunterladen
 

440

Geschichte der Juden.

niß der Gottheit" empfangen Hütten, angegeben haben: S. Z. entspreche derSefira (Wärst (Anfang): .iL-L arn.-i a>> .-i'.ns np:bnL.n ibrx 'iLwr m'na nro

NIL NINL- NLN L-O-SOL- NMONN a:o VN'ON: MIL N'LM O'-,-O '"NN ba;O M.NL- IO'L'2

.:LL- N'NNI L'LNNN NIL U".n 'IN NN'LON (nnusnn) n"nn

Was dieser Schwindel zu bedeuten hat, erhellt aus der kabbalistischenSpielerei'). Chajon bekämpft weitläufig diese Ansicht, daß die Sefira Morstangebetet werden müßte: nnnen^ n'.n nniaxnL> pLVv O'bai^L wr nrn:U'N N1MPNL> ll"L- nmxn :nmi NLN Kip: N'IN UN PO NN US OL- (O'.nNub n>' ^>. 29. b)NNULNO. Zum Theil wird auch in UNNL'.NLN UIN 0?it'srst in die Genesisdes heiligen Königs Gott-Menschen hineingezogen. Genug, Cardoso mußtezugeben, daß unmittelbare Jünger S. Zewi's aus seinem Munde die Identi-fication seiner selbst mit der Gottheit oder eines Ausflusses derselben ver-nommen haben. Er wollte aber diese Meinung bekämpfen, und das istdie Tendenz seines Sendschreibens an de Pagas. Er citirt dagegen Aus-sprüche von Me'ir (b. Chija), dem Arzt und Anderen, welche ebenfalls mitS. Z. in Adrianopel verkehrt haben: diese hätten nie von ihm gehört, daß seinGlaube dem der Bibel, des Talmud und des Sohar widersprochen habe:

'ONNO'UO nr-u O'Lrn.n: um m . . . usin N'UL o:n.n O'L'.n NL-u nu nwnnL- i'N2 OOLunmim .-ML: unpL nnOOL nui.n .NO-Luna- m-L^.n ub ni.nNu n:iLu ULL :(>Op no-u . . .N.NNL 'Ol; (p. 67) :n-p.n: I'NIPOL L-'NPI N'ONI P'N2 .N'.n (2"L-) u:.n.n L"UN 'O O-NLM O.N1rrimu n.n an O'uniLu.n: O-umne- NL-.u: O'L-nnL.n: niL^nn pLNO n-n N'LNL- nnu: vn-LNo

m.n^u.n uv nLOna vnwn:. Er entschuldigt S. Zewi, wenn er einmal eine andereDefinition von der Gottheit gegeben hat, damit, daß es in noch nicht reifemAlter geschehen sei <das. x. 67): ni.nNu.n nion vOO.ni- N'n.n.n: n>n n>n .n"n' 2 u m:'"nn O'i'Lbnb .nNOL- na :n:: nnurn.n nnLO orn . . . Mit einem Worte: dieSabbatianer selbst waren über diesen Punkt nicht einig. Daraus folgt, daßdie Schrift unvL'.nLn u,n nicht unbedingt als ein Werk Sabbatais angesehenwurde; denn darin ist die Jncarnationstheorie deutlich ausgesprochen.Daß sich S. Z. in offiziellen Sendschreiben für einen Gottmenschen betrachtete,bezeugt zwar Mose Galante (Zeugenverhör, p. 25d>: n» ann 'nmnL- nnu pn

'M . . 'O2 MOL- OO'.nbu '.1 'M :L-'V NU ONN1 m PLUL .N'NV nnub ;uob ONOL- . . . 2"L- NL-

:n:u O'NNL. Man muß aber bedenken, daß solche Sendschreiben nie von ihmselbst, sondern von Samuel Primo ausgegangen sind.

Ueber sein Verhältnis! zum rabbinischen Judenthum sind wir wenigerunterrichtet. Als aufgehoben mag er es jedenfalls erklärt haben, sei es, daß ersich als Messias oder als Gottmenschen gefühlt hat. Hat doch der Sohar, andessen Brüsten er sich genährt hat, oft genug verächtlich von Mischna undTalmud gesprochen und deren Beseitigung in der messianisch-kabbalistischenAera verheißen! Authentische Zeugnisse fehlen aber darüber. In dem Zeugsn-verhör wird allerdings vage mitgetheilt: er habe, als er das Passahlamm inConstantinopel geopfert, auch das Unschlitt verzehrt und durch eine komischeArt von Eulogie zu verstehen gegeben, daß die bisherigen Verbote aufgehoben

*) In der kabbalistischen Theorie bedeutet rnu-m die 6. Sefira von den10, als der Leib des menschlichen Organismus, welcher die oberen Emanationenmit den unteren verbindet. Die Kabbala trieb dabei ein Spiel mit dem Gottes-namen: '' bedeutet die 1. Sefira, das erste '.n die zwei darauf folgenden, diefolgenden 6 und das letzte '.n die letzte Sefira, Märst allein werde durch dasbezeichnet, daher n-nnn S. Z. habe sich demnach als die Verkörperungderjenigen Sefira betrachtet, welche die oberen Emanationen mit denunteren vereinige, von oben empfangend und 'nach unten spendend.