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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Geschichte der Juden.

Coiitagium prophetischer Verzückung berichten auch die übrigen Augenzeugen.Ricaut (p. 181): II z- sud xlns cls 100 Irorainss ou. Isrnmss, gni xroxlrs-tisoisnb äs 1'sraxirs naissanb äs Ls-ddabliai. I-ss snlanls rndinss, gut Lxsius xorrvoisnti xrorroirosr un ssrrl mob sn dsAg.z-s,rrb rspsioisub st xro-voiryoisirb olairsnasrit. Is irorcr äs Lndds-tliLi, äu LIsssis st äu üls äs Öisu.... Osux gui stoisnt p>1us uvs-nsss su LZs torndoisnt ä'nftorä svnuouis,sirsuits ils gstoisnt äs 1'soums pur In ftouolrs, xarloisut äs ln äslrvrauesst äs ln -prosxsrits luturs äss Isrnslitss st äss visious, ^u'ils nvoisntsus äu 81ou äs äuäa. st äss trlomxliss äs 8nddntlrni. Os sont ässvsritss osrtninss i). Auch der Augenzeuge im ULsntruin Lur.:Eben zudieser Zeit thaten sich hervor, etliche sagen durch des Teufels List, mehr denn200 Propheten, Männer und Weiber, welche Anfangs heftig zitterten und sichfolgend also erpremsten, bis sie dahin fielen und als in Ohnmacht lagen undda sagten sie dann, daß dieser der rechte Messias und König der Juden wäre,der das jüdische Volk sicherlich ins gelobte Land führen würde, itsru daß hierSchiffe aus Tarsis (wird verstanden niederländische Oorrvo^) erscheinen würden,sie nach Jerusalem überzuführsn. Wann sie nun dieses gesagt, kamen sie wiederzu sich selber und wußten nicht, was sie gesagt hatten, zu großer Verwunderungunserer Christen, die solches täglich sahen und anhörten. Ja selbst Kinder von4 und weniger Jahren konnten die Psalmen in hebräischer Sprache herbeten."Die Quelle aus Galata (p. 13) berichtet, daß in dieser Stadt selbst 171800Frauen und Kinder prophezeit haben. Diese Prophezeiung, von drei christlichenAugenzeugen bestätigt, muß also als eine Thatsache angesehen werden. DieQuelle III, 5 (x. 17) führt diese Thatsache indeß auf Schwindel und aufmoralischen Zwang zurück: i-ii .nxi.i -i ?2 2-221 2 - 2 -mi 2 -n 2 i-i i "°>2 u -2 1211.821-21 ^812» 1^2 2"2- 2-1218 2^)21 2)>1P2 2"pr2 non 121 1^-282- .01111p 2-1218

. 11282 - .122 121 212 - 2-1211 1-1 8 l . 1 -- 12.1 1 I 2 P 1181

17) Da sich S. Z. zuerst im Monat Kislew oder Anfangs Tebet in Smyrnaals Messias huldigen ließ, so hat er wohl erst in diesem Jahre 1665 den Fast-tag llO. Tebet) abrogirt. So berichtet auch Sasportas, und es ist falsch, wasCoenen und de la Croix reseriren, daß er bereits in Jerusalem einen Fasttagaufgehoben hätte. Hier dürfte der Ort sein, das Verhalten des kabbalistischenMessias von Smyrna zum Judenthume kritisch zu untersuchen, ein Punkt, derum so wichtiger erscheint, als erst dadurch die Theorie der späteren Sabbatianer,Cardoso's, Chajon's, Frank's und selbst des Jonathan Eibeschützverständlich wird.

18) Sab. Zewi's kabbalistische Theorie. Es ist eigen, daß vonReligions- oder Sektenstiftern, Msssiassen oderPropheten selten eine Schriftvorhanden ist, welche deren oppositionelles System ohne allen Zweifel darstellt.In der Regel sind es die Jünger oder Anhänger, welche ihrem Meister einsSchrift oder eine zusammenhängende Theorie oder einschneidende Tendenzenvindiciren, deren Zeugniß natürlich verdächtig ist. So verhält es sich auchmit S. Z. Man weiß nicht mit Bestimmtheit, was er gelehrt hat. Ihmwird zwar eine kleine kabbalistische Schrift vindicirt, die handschriftlich und ineinem gedruckten Buche versteckt vorhanden und daher den Darstellern seinesLebens unbekannt geblieben ist. Sie trägt die Ueberschrift: i"i- 2 si> 8 . 122-121 8ii(Ns Halbst., s. o. S. 422, 4. o), auch in der Michaelschen Sammlung Ho. 773,

*) sVgl. auch die von Kaufmann herausgegebenen Memoiren der Glücke!von Hameln (Frankfurt a. M. 1896), S. 80 f.j