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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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zweiten über Chajon und andere sabbatianische Sektirer, bis. Halbe rstamm 13.)Dieser Codex (128 Bl., kl. Quart) enthält: a) Sendschreiben an das SmyrnaerNabbinat vom Jahre 1668; es ist ebenfalls von Abraham Michael Car-doso, einem eingefleischten Sabbatianer (s. Note 4). b) Sabbatianische Apo-kalypsen von Mardochai Eisenstadt (s. Note 4). o) wiuvmr:-: u:i

d. h. n:>i mi' urbs d. h. S. Zewi, eine wichtige Bekenntnißschrift der

Sabbatianer (Bl. 2l24 und wiederholt Bl. 9599; siehe darüber Note 6).<k) Sendschreiben des Pseudopropheten Nathan- Ghazati an RaphaelJoseph, den jüdischen Finanzminister in Kairo (Bl. 32). s) Fünf mystischeZeugnisse über Sabbatai Z. xrmvmvi urn-mo vom Jahre 1668 (Bl. 7174).In der Ueberschrift heißt es: wrw m pmr ub, ripmi pinv nrw r.-wn Es istin der Umgebung Sabbatar's geschmiedet worden. Dazu noch ein mystischerCommentar. t'i Eine wichtige untergeschobene Apokalypse über Sabbata'i'sMessianität (Bl. 78 79), welche Jakob Sasportas zum Theil mitgetheilt hat.x) o'vm.l will von Nathan Ghazati. st) Ein schlechtes hebräisches kabbalistischesGedicht von S. Z. (Bl. 109 st116); es heißt in der, Ueberschrift: nniwr

mw mail ;ru all ivm m.vw lnmo vuww ourlln us'lll owm M'wiwmpb

cl» mwi> .INM- n.^ll. i) Ein Sendschreiben des kabbalistischen Rabbiners Ben-jamin Kohen von Reggio an R. Heschel in Wilna ä. 6. 1691 mit einerAnfrage, ob die Zeit S. Zewi's für die Erlösungszeit zu halten sei (Bl. 110112).

k) Ein tadelndes Schreiben über den Kabbalisten Mose Zacut >Bl. 112113).

l) Ein wichtiges Schreiben Cardoso's über S. Z. (Bl. 113 119). Außer-dem finden sich noch darin werthlose kabbalistische Träumereien.

5) Die Günzburg'sche Sammlung enthält ebenfalls viele Piecen, theils vonNathan Ghazati, theils von Chajim (Vita) Segre aus Casale,einem der drei Sendboten aus Italien nach Smyrna, die sich von S. Zewi'sMessianität vergewissern sollten. Obwohl sie unverrichteter Sache und beschämtzurückkehren, da sie gerade zur Zeit seiner Apostasie in Smyrna angekommenwaren, so blieb CH. Segre (Abbrcv. 'l:«c> mm) doch heimlich diesemWahne zugethan. Indessen enthält diese Sammlung, soweit ich sie übersehenkonnte, und wie mir der Günzburgische Bibliothekar Senior Sachs versichert,nur wenig Faktisches, meistens nur lurjanisch - sabbatianische Kabbala. Daswenige Faktische gehört der Sabbatianischen Apostelgeschichte an.

III. Gegnerische Schriften-

1) An die Spitze verdient Jakob Sasportas'Bericht gestellt zu werden.Er stand inmitten der Bewegung, nahm aktiv und passiv Theil daran, kanntedie handelnden Persönlichkeiten und erhielt Originalschreiben von vielen Seiten.Seine Schrift darüber wr bau nr>r war ursprünglich sehr weitläufig angelegtund hatte auch die Bewegung nach Sabbatai, die Apostelgeschichte, ausführlichgeschildert; aber der erste Herausgeber seiner Responsen, Meldola, der diesenBericht zum Schluß anhängte, hat ihn vielfach gekürzt, unter dem Titel

8mr nr'r 1737 edirt. Dieses Compendium hat dann Jakob Emden um 1752zum zweiten Male mit kleinen Notizen edirt. Ich nenne diese Quelle ^rrti-saststatiaua. Sasportas' Bericht läßt, was Wahrhaftigkeit und Authenticitätbetrifft, nichts zu wünschen übrig. Er leidet nur an einem Hauptfehler,an chaotischem Durcheinander.

2) Emanuel Frances in Mantua und Livorno (geb. um 1625 st. nach1703; s. über ihn Almanzi's Biographien x. 291 fg. sund die Einl. zu mnrw

. H. Brody, Krakau, 1892)) hat eine poetische Satyre über Sabbatai's und