Druckschrift 
10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
Entstehung
Seite
421
Einzelbild herunterladen
 

Note 3.

421

5) Anonymer Bericht einer gelehrten Person, überschickt aus Galata,ins Holländische übersetzt unter dem Titel: Lssolirlvings van Osvsn en Os-är^k milsguäsrs Iist lureü vvoräsn van äsn gsxrstsnässrtsn äooässnNsssius, Harlem 1667, 24 Octav-Seiten. Dieser Bericht hat nur Wichtigkeitfür die Vorgänge in Constantinopel während Sabbatai's Gefangenschaft das.und im Dardanellenschloß, was er auch ausführlicher als alle übrigen Quellengiebt.

6) Der französische Gesandtschaftssekretär äs In Oroix widmete die letztePartie seines lilsinoirs . . eontenunt äivsrsss llslutlons trss eurisusss äsI'Lmpirs Ottomun (2 Bände, Paris 1684), der Geschichte S. Zewi's: Osttrseinguisins, Iiistoirs äs Lubbutliui 2svi, prstsnäu blsssis äss äuiks(im zweiten Bande). Os In Oroix kann nur zum Theil als Augenzeuge gelten;denn er kam 1670 nach der Türkei; aber er hat Sab. noch predigen gehört(II, p. 259 fg.): Is I'ui st s'u;- ussistö guslguss unes äs sss prsäi-eutions. Den größten Theil seiner Relation hatte er aus dem Munde einesapostasirten Sabbatianers (x. 384): Voilll uns longus Isttrs . . gus ss vousäsdits purtis somms tsmoin, purtis somms Iss uz-unt tirss ä'un lullkort üubils, gui stoit un äs sss ssotutsurs, Isczusl I'ubunäonnu uu momsnt,gu'il ss tit Iure: So ist diese Quelle zum Theil den jüdischen zuzuzählen.

7) Hottinger, Sendbrief I. Das Alles, was von dem neueren ProphetenXutbun 8svvi und dem aufgeworfenen König der Juden zeithero schargirtworden, ungegründet sei. II. Gleichwohl die Juden Anlaß haben, aus ihreneigenen Schriften sich unterrichten zu lassen. 1666. 4". Hissuurus Ootting.XXX. (29; S. 287-361.

Da. diese Relation oder Widerlegung noch Handschrift ist, so kann sieselbstverständlich, nur der Vollständigkeit halber hier aufgeführt werden. That-sächlich Neues wird sie wohl nicht viel enthalten, da Hottinger in der Schweizlebte und wohl nur das berichtet hat, was er von Anderen vernommen hatte.Die Schrift giebt indetz noch einen Beweis mehr von dem großen Aufsehen,das die sabbatianische Bewegung auch in der Christenheit gemacht hatte.

Alle anderen Bücher, die mehr oder weniger von dem sabbatianischenSchwindel erzählen, haben gar keinen originalen Werth. Die kleine Schrift:Ausführliche Relation von dem neu entstandenen ProphetenNathan Levi, gedr. 1666, enthält gar nichts von S. Zevi, sondern nur dieAufschneidereien des Pseudopropheten Nathan. Bemerkenswerth ist der Schlußdes christlichen Autors oder Referenten:Was nun hiervon zu halten, ist Gottam Besten bewußt." Was Rag statt de Weile in seiner kleinen anti-jüdischen Schrift I'üsutrum lusiäura, Amst. 1671, referirt, ist entlehnt, mitAusnahme des Wenigen, was er über Sabbatai's polnische Frau erzählt. Ausdieser Sekundärquells ist wiederum entlehnt, was v. Lcnt im 8sbsäiusmu äsOseuäoinsssns berichtet. Der Bericht des preußischen Historiographen JeanBaptiste de Roccoles: Oss iwpostsurs insignss (Amsterdam 1683, auch indeutscher Uebersetzung) ist ebensowenig Original. Der Verfasser sagt im Ein-gänge: Osux llslutions usssr: äitksrsntss, I'uns Human äs, gui m'u puruIn plus eurisuss st uns Irunyuiss bsuusoup plus umpls, in'ont upprisIss uoiions .. äs es t'uux LIsssis, ässguslles s'smpruntsrui estts nurrution.Seine holländische Quelle war Coenen. Die italienische Schrift 6. XIIs.no,li. 8s.bs.tui ovsro il ünto blsssiu äsAli Ilsbrsi, Viterbo 1666, welche Jm-bonato und Wolf citiren, muß so wenig enthalten haben, daß sie Bartolocci(öibliotüseu msAnu Rubbinieu IV, x. 48 50) bei der langen Erzählung