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Geschichte der Juden.
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Das Plagiat, worauf Ricaut hier anspielt, betrifft ein Werk, welches bisjetzt als die einzige christliche Originalquelle angesehen wurde. Ricaut's Be-richte nach England über die Aufregung der Juden hatte nämlich ein Geist-;licher Namens Evelin benutzt und in derselben Redaktion wiedergegeben ineiner Schrift tlis Instar/ ol tlrs tlrrss iinxostors (1669), auch in deutscherSprache in demselben Jahre erschienen: Listorin äs tridus impostoribus;(auch ausgenommen in kantlison Xnadaptistienin und als besonderer Abdruckin Folio: die Historie von Sabbatai Zevi, Frankfurt a. M. 1707). Auch wasin dem Buche tvvo äourns/s to äsrusnlsnr (I-oiräon 1680) von tds oountrs-lert nrsssialr at 8in/rnn erzählt wird, stammt aus dieser Quelle. Aus ihrsind auch die Notizen in der witzig sein sollenden Schrift entnommen: KurieuseNachrichten aus dem Reich der Beschnittenen, I. Th., ein Dialog zwischenS. Zewi und dem Würtemberger Hofagenten Joseph Süß Oppenheimer(Frankfurt und Leipzig, 1788). Ferner, was Carl Anton mitgetheilt hat alsProdromus zu Jonathan Eibeschütz' Apologie: Kurze Nachrichten von Sab.Zebhi (Wolfenbüttel 1752), ferner was Marquis d'Argent über ihn be-richtet hat in I-ettrss äuivss (1?. II. L., Xo. 52) und endlich was Nieb uhrkurz erwähnt «deutsches Museum, 1784, 2 B., S. II fg.)
2) Graf Kautrsr äs Ilsslis, österreichischer Gesandter an der Pforte,war gerade in dieser Zeit (Mai 1665 bis März 1666) auf seiner Reise nachder Türkei und berichtet Manches, wenn auch nicht viel von diesen Aufsehenerregenden Vorgängen, abgedruckt in Ilriot, Iristoirs äs I'stat prsssnt äsI'sinprrs ottoinan, pnrtis sssonäs: I'sm'onssnäs ä 1a ports, x. 163 fg.
3) Bericht eines holländischen Kaufmanns aus Smyrna an einen Freundin Amsterdam, mitgetheilt in llrsatrura Luroxasum, 1. X., p. 438 f. DieserBericht ist datirt vom 2. April 1666, also noch vor der Katastrophe seinesUebertritts. Dem ist daselbst eine andere Erzählung angehängt, wohl desHerausgebers (Wolfgang Jakob Geiger), aus anderweitig zusammengetragenenNachrichten, die mehr die Wirkungen betreffen, welche die sabbatianische Be-wegung unter den Juden und Christen Europa's hervorgerufen hat.
4> Langer Bericht eines holländischen Geistlichen der protestantischen Kirchein Smyrna, Thomas Coenen, ä. ä. 25. Mai 1667. Er hat ihn auf Ver-langen von Freunden der Gelehrsamkeit und namentlich des auf Bekehrung derJuden lüsternen Hoornbeek geschrieben, gedruckt Amsterdam 1669 unter einemlangen Titel: läsls VsrrvnvIrtinA äsr äoäsn, gstoont in äsr Hsrsoorr vanLaddatdai 2svi . . . otts lästorissli Vsrlrasl . . . 140 Duodez-Seiten. DasBuch ist selten und ist mit der folgenden Nummer verwechselt worden. Coenenlebte, wie gesagt, in Smyrna, beobachtete alle Vorgänge und hatte eine Unter-redung mit Sabbatai's Brüdern, welche Sensale eines holländischen Hauseswaren (x. 78) und auch mit Nathan Ghazati (p. 139). Indessen ist er jedochnur für die Vorfälle in Smyrna klassisch, was außerhalb vorging, hatte er nurvon Hörensagen. Auch sein Bericht ist vielfach benutzt worden.