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Note 3.
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Sabbatat Zewi, sein Äuhang und seine Lehre.
Unter den vielen Pseudomessiassen, welche seit der Römerherrschaft bis insl7. Jahrhundert aufgetreten sind, hat keiner so viele authentische Quellen-schriften über sein Leben und die durch ihn hervorgerufene Bewegung ver-anlaßt, als der letzte derselben aus Smyrna. Kein Wunder. SabbatatZewi trat am Hellen Tage der Geschichte auf, als durch die entwickelte Ver-bindung zwischen den verschiedenen Erdtheilen die Vorgänge nicht in ihrerGeburtsstätte isolirt blieben, sondern weithin schallten. Es gab bereits einegeschäftige Presse, welche Kuriositäten schnell verbreitete. Nicht bloß christliche,sondern auch türkische Geschichtsschreiber haben Sabbatat Zewi in ihren Annaleneinen Platz angewiesen (bei von Hammer VI, x. 184, Note). Trotz der Ueber-sülle von Quellen ist indeß Vieles an seiner Erscheinung noch dunkel oder nochgar nicht ans Tageslicht gebracht worden. Ja selbst sein Geburtsjahr und seinLebensalter sind von Manchen irrthümlich aufgestellt worden, und überhaupthat sich eine ernste Kritik noch nicht an diese Erscheinung gemacht. Was PeterBeer und Jost über diese Bewegung geschrieben haben, ist gar nicht zu ge-brauchen. In seiner großen Geschichte hat Jost wenigstens das Geburtsjahrvon Sabbatat Zewi 1626 richtig angegeben. Unglücklicher Weise fiel ihm späterein Machwerk in die Hände rvpuuL oder nimin uro (zuerst 1804 in Lemberggedruckt), welches S. Zewi's Geburtsjahr 1641 ansetzt. Daran hielt sich Jost inseiner dreibändigen Geschichte des Judenthums und hat mit diesem Jrrtbum auchAndere irre geführt. Horschetzky's biographische Skizze von Sabb. Zewi (Zeit,des Judenthums, Jahrg. 1838, No. 129 fg) hat kaum die Umrisse gezeichnetund zwar nur nach einer einzigen Quelle. Durch kritische Vergleichung allervorhandenen Quellen kann erst der wahre Sachverhalt constatirt werden, waSbei mystischen Bewegungen um so unerläßlicher wird, als gerade hier Visionenund Schwindeleien häufiger als Thatsachen austreten.
Um eine gewisse Ordnung in die Sichtung der Quellen zu bringen undihren Werth zu beurtheilen, führe ich sie in drei Rubriken auf:
1) christliche Nachrichten,
2) jüdische Quellen, von Sabbatat's Anhängern,
3) gegnerische, antisabbatianische Quellen.
I. Christliche Quellen.
Die ausführlichste und authentischste ist die des englischen Gesandtschafts-sekretairs und Consuls John Ricaut, welcher gerade in dieser Zeit in derTürkei und in Smyrna, dem Hauptschauplatz S. Zewi's, lebte. Er hat überdiese Beweguug nach England berichtet und später in seiner tästor^ ok tbsempirs ottornau (London 1677) ihr ein ganzes Kapitel gewidmet. Das eng-lische Original ist selten geworden, es giebt aber davon eine treue französischeUebersetzung: bistoirs äs l'sinp. Ottowau (Haag 1709), auch deutsch in (Hos-mans) neu eröffneter ottomanischer Pforte II, S. 104. In der französischenUebersetzung Ricauts findet sich das hierher Gehörige B. II, S. 169 untereiner eigener Ueberschrift: „lüstoirs äs Ladatai 8svi pour blessis äes äuils."Ricaut sagt im Eingänge: Lorvnas In vis äs^ Labatai 8svi a Ia.it äs bruit
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