Note 2. 417
Kayserling hat eine Biographie Texeira's geschrieben (in I. Wertheimers Jahr-buch für 1800 — 61), aber es ist Manches daran zu berichtigen und zu ergänzen.Vor Allem muß man zwei dieses Namens auseinanderhalten, Vater und Sohn.Der Vater, Diego Texeira de Mattos hat für die Juden von Friedrich III.von Dänemark Freiheiten erwirkt, Urkunde 4. 4. 10. Januar 1657 (bei Ilosusn,Kosolriodonis der dodeu in Hodsrland, p. 130). Er stand ferner in Beziehungzur Königin Christine und erhielt ein Privilegium von Kaiser Ferdinand III.Die Königin von Schweden schrieb über ihn an den Kaiser Leopold I. 1660(bei Arkenholz III, p. 228): I! dsAno cii tal ritlessions il duon sorvimo,olrs mi roncis 4a niolti anni Oisgo Vlrsixsra sd Ülirianuol suoliAliuolo uolls oolloren 28 4i insi intsressi. Il sudstto OisAo, oonrovsstra inajostä potrü. . vedors nsll' anssso rnoinorialo, vion disturbutoper Ali atti della Oanesllaria Imperials dal xossssSo dslla c;ra^ia lattaZUgia usll' oxprossa causa dalla Islias msnroria doll' Imperators kadrs 41v. in. provuratoZIi dal conto klonte cuculi. Von diesem Diego Texeiraschreibt I. Wolf im Nachtrage zu Wertheims Jahrbuche S. 13: „Die FamilieTexeira hatte ursprünglich das Prädikat Sampayo und Dor, und zwar wares ein portugiesischer Adelstitel. Philipp IV. von Spanien bestimmte, daßdas Wappen der Sampayo auch in das Wappenregister von Spanien aus-genommen werde (3. März 1643), und galt diese Begünstigung dem Vater desDon Manuel, Don Diego, königlichen Residenten in Flandern." Es warohne Zweifel Diego, von dem Schuppius erzählt, er sei in Hamburg in einemfürstlichen Wagen mit Livree-Bedienten gefahren, woran dieser Fromme soviel Aergernitz genommen (Schudt Merkw. I. S. 275): „vcrmuthlich diesesManuel Texeira Vater" (ver alte Texeira). Diego Texeira muß demnachzwischen 1643 und 1660 zum Judenthume zurückgekehrt sein. Es geschah imAlter von 70 Jahren, wie Schudt (das. S. 144) berichtet: „wie sich denn desreichen hamburgischen Juden Texeira Vater, ein Mann von 70 Jahren, nocherst beschneiden ließ, und darüber fast gestorben wäre." Wie aus dem citirtenSchreiben Christinens an den Kaiser hervorgeht, hatte die kaiserliche KanzleiDiego und seinem Sohne einen Paß versagt, wahrscheinlich weil sic, oberfläch-lich betrachtet, Rolapsi waren. Die schwedische Königin bat daher, daß derKaiser ihnen gestatten möge, überall hin zu reisen: s sia loro lscito dicaininaro liboririnsnto ovs Ali occorrorü per tutto l'linporio Wenn be-richtet wird, daß Christine nach ihrer Abdankung in Hamburg in Texeira'sHaus eingekehrt ist, und daß der spanische Gesandte Pimentel, derselbe, dersie zum Katholicismus gebracht hat, ihn derselben empfohlen hat, so gilt dasvon Diego Texeira (^.rlronli. I x. 450, IV. x. 264): czu'slls '(la. roiuo) s'z-loAsa. cli 02 lo rielro suil Noxora.
Erst vom Jahre 1661 tritt Manuel Texeira, der Sohn mit ihr inVerbindung; das. (II. p. 61 f.) ist der Vertrag mitgetheilt, den er mit ihr ge-schlossen hat, um ihr Vorschüsse auf ihre von Schweden zu beziehende Apanagezu machen. Das. p. 87 fg. beklagt sie sich 1663 über den Senat in Hamburg,daß er es an schuldigem Respekt gegen M. Texeira sehlen lasse. Hier nennt sieihn ihren Residenten, d'ai otö fort surpriso d'irpprondro Io proeödö doutvous ave? uso suvors man Ilssidont ls Oou Llanool lexsira. Il osrman ölinistro. Io n'oxiAS do vous Hus ls rospsot Huo in'ost drr sn la.porsonuo do man iniuistrs. Der Senat hatte ihm nämlich das Ehrenwortabgenommen, Hamburg nicht ohne seine Einwilligung zu verlassen. DieseStreitsache hängt wahrscheinlich mit dem Synagogenbau in Hamburg zusammen,Graetz, Geschichte der Juden. X. 27