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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Geschichte der Juden.

Daß Joseph Pensa ein Marrane war, folgt daraus, daß sein Vater Isaak,dein de Barrios wegen seiner Wohlthätigkeit ein Denkmal gesetzt hat (Ooronaäs I-e)-, x. 8), es gewesen ist. In einem Gedichte sagt er von ihm: im grausigenKerker hat Isaak Pensa mit einem scharfen Knochen wie der große Lope deVera sich selbst beschnitten und kam, durch die strenge Inquisition gequält, zumJudsnthum. Ds los Mos (a. a. O., p. 636) sagt, Joseph de la Vega scheintin Espejo geboren zu sein: 4. äs In Vsß'a parsss gus kus naturaloriunäo äs In villa äs Rsxsgo, su sl rsino äs Ooräoba. Wenn das richtigist, so kann es vom Vater zugleich gelten; denn Joseph muß sehr jung nachAmsterdam gekommen sein. Das ergiebt sich aus folgenden Momenten. SeinDrama, zwar 1673 gedruckt, war bereits 1667 vollendet; denn das Censur-Jmprimatur vom Amsterdamer Rabbinat ist datirt 21 äo mes äo 8sbat ^.n.5428 3.Rsbr. 1668. I. Penso war. als er dichtete, noch jung, das heben fastseine sämmtlichen Panegyriker hervor; einer derselben, ein Anonymus, sagt, ersei erst 17 Jahre alt gewesen:

Nebenher sei erwähnt, daß er auch den Namen Rslir: geführt haben muß,wahrscheinlich als Christ; denn viele der genannten Dichter spielten auf diesenseinen Namen an; derselbe Anonymus sagt: mn qwoi ein Anderer:

auch lautet das Chronostich auf dem Titelblatt der 1. Ausl.: NX'n inninHrv V'X '.in qov; ebenso sagt Daniel Jehuda im lateinischen Distichon:Roslivis Ratris Roslix natus.

War der hebr. Dramatiker jung und Marrane, so muß er sehr jungnach Amsterdam gekommen sein; denn er zeigt sich in diesem Drama als Meisterder hebräischen Sprache und bedient sich auch talmudischer Phrasen. Die Rab-biner Isaak Aboab und Sal. Raphael de Aguilar nennen ihn ihren Schüler:wvs qov w' . . . . onw« '1 . . . NM'W und

von dem Letzteren: 11 'vbn qovb . . . n 7NS1 1 " 1 N 2 . Er hat wohl die

siebenklassige jüdische Schule in Amsterdam besucht, in welcher dis beiden Ge-nannten Lehrer für die reifen Klassen waren. Man kann also annehmen, daßJoseph Penso als zehnjähriger Knabe mit seinem Vater nach Amsterdam ge-kommenist. Da er beider Vollendung des Drama's 1667/8, wie gesagt, 17 Jahralt war, so ist er um 1650 geboren und um 1660 nach Amsterdam gekommen.Wenn äs los Mos ihn nach Antwerpen versetzt: 4. äs In Vsga, rivo msr-oants äs ^.wbsrss, so kann er nur später, wohl nach dem Tode des Vaters(1683) dort gewohnt haben. Sein bestes spanisches Poem war: RumbasxsliArosos, eine Art versificirter Novelletten, gedruckt Antwerpen 1684, dasebenfalls im Eingänge Enkomien von Freunden und Bewunderern enthält: vonOrobio de Castro, dom unvermeidlichen Daniel de Barrios und seinemSohne Simon de B., aber auch von Antonio del Castillo, DuarteLopez Rosa, Don Alvaro Diaz und Antonio Fernande;, sämmtlichEx-Christen, wie äs los Rias bemerkt (das, p. 634, N. 3): toäos juäai-Akutss ^ POStÜS sastsllanos.

Alle diese Dichter, die gewissermaßen um den jüngern Joseph Penso gravi-tiren, haben nur ephemere Poesien zu Tage gefördert, und es lohnt sich nicht,ihre Biographie« aus de Barrios' Angaben und den Katalogen zusammenzu-tragen. Nur die Latinisten verdienen noch einige Notizen. 1) IsaakGomez de Sossa. De Barrios nennt ihn in seinem Poeten-Katalog (Ende)kainoso xosta latino, den der jüdische Pfalzgraf Manuel de Belmonte